Ordnungspolitische Perspektiven der europäischen Integration im Spannungsfeld von Wettbewerbs- und Industriepolitik H O H E N H E I M E R V O L K S W I R T S C H A F T L I C H E S C H R I F T E N André Schmidt André Schmidt - 978-3-631-75478-8 Downloaded from PubFactory at 01/11/2019 04:29:50AM via free access Im Rahmen der europäischen Integration hat die Wettbewerbsordnung immer eine bedeutende Rolle gespielt. Ausufernde industriepolitische Bestrebungen und Förderprogramme drohen jedoch die Wettbewerbsordnung der Gemeinschaft auszuhöhlen und führen zu einer weitreichenden Politisierung der Entscheidungsprozesse, wodurch die wettbewerblichen Elemente mehr und mehr zurückgedrängt werden. Das Spannungsverhältnis zwischen Wettbewerbs- und Industriepolitik ist dabei Ausdruck für den ordnungspolitischen Konflikt zwischen der Integration durch einen Wettbewerb der Systeme und der Integration durch Harmonisierung. Während die Wettbewerbspolitik die dezentrale Integration betont, steht die Industriepolitik für die zentralisierte und damit weitgehend institutionelle Integration. In einer detaillierten Analyse werden sowohl die ökonomischen als auch rechtlichen Aspekte der Wettbewerbs- und Industriepolitik dargestellt und ihre Auswirkungen auf den Integrationsprozeß untersucht. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse werden dann Bausteine für eine Wettbewerbsordnung des Systemwettbewerbs als ordnungspolitische Perspektive der europäischen Integration abgeleitet. André Schmidt wurde 1967 in Erfurt geboren. Von 1988 bis 1994 studierte er Wirtschaftswissenschaften an der Universität Hohenheim. Seit 1994 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl von Prof. Dr. Ingo Schmidt an der Universität Hohenheim. Promotion 1997. H O H E N H E I M E R V O L K S W I R T S C H A F T L I C H E S C H R I F T E N André Schmidt Ordnungspolitische Perspektiven der europäischen Integration im Spannungsfeld von Wettbewerbs- und Industriepolitik André Schmidt - 978-3-631-75478-8 Downloaded from PubFactory at 01/11/2019 04:29:50AM via free access Ordnungspolitische Perspektiven der europäischen Integration im Spannungsfeld von Wettbewerbs- und Industriepolitik André Schmidt - 978-3-631-75478-8 Downloaded from PubFactory at 01/11/2019 04:29:50AM via free access Hohenheimer volkswirtschaftliche Schriften Herausgegeben von Prof. Dr. Rolf caesar, Prof. Dr. Harald Hagemann, Prof. Dr. Klaus Herdzina, Prof. Dr. Jörn Kruse, Prof. Dr. Renate Ohr. Prof. Dr. Walter Piesch, Prof. Dr. Ingo Schmidt, Prof. Dr. Peter Spahn, Prof. Dr. Gerhard Wagenhals, Prof. Dr. Helmut Walter Band28 ~ PETER LANG Frankfurt am Main• Berlin• Bern• New York• Paris• Wien André Schmidt - 978-3-631-75478-8 Downloaded from PubFactory at 01/11/2019 04:29:50AM via free access Andre Schmidt Ordnungspolitische Perspektiven der europäischen Integration im Spannungsfeld von Wettbewerbs- und Industriepolitik ~ PETER LANG Frankfurt am Main• Berlin• Bern• New York• Parts• Wien André Schmidt - 978-3-631-75478-8 Downloaded from PubFactory at 01/11/2019 04:29:50AM via free access Open Access: The online version of this publication is published on www.peterlang.com and www.econstor.eu under the interna- tional Creative Commons License CC-BY 4.0. Learn more on how you can use and share this work: http://creativecommons. org/licenses/by/4.0. This book is available Open Access thanks to the kind support of ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft. ISBN 978-3-631-75478-8 (eBook) Die Deutsche Bibliothek - CIP-Einheitsaufnahme Schmidt, Andre: Ordnungspolitische Perspektiven der europäischen Integration im Spannungsfeld von Wettbewerbs- und Industriepolitik/ Andre Schmidt. - Frankfurt am Main ; Berlin ; Bern ; New York ; Paris ; Wien : Lang, 1998 (Hohenheimer volkswirtschaftliche Schriften ; Bd. 28) Q) Zugl.: Hohenheim, Univ., Diss., 1997 ISBN 3-631-33274-2 D 100 ISSN 0721-3085 ISBN 3-631-33274-2 © Peter Lang GmbH Europäischer Verlag der Wissenschaften Frankfurt am Main 1998 Alle Rechte vorbehalten. Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. Printed in Gennany 1 3 4 5 6 7 André Schmidt - 978-3-631-75478-8 Downloaded from PubFactory at 01/11/2019 04:29:50AM via free access Vorwort Die vorliegende Arbeit wurde von der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Hohenheim im Wintersemester 1997/98 als Dissertation angenommen. Nach gutem Brauch schafft das Vorwort den notwendigen Platz, all jene zu würdigen, die mit ihrem fachlichen Rat, ihrem menschlichen Beistand und durch finanzielle Unterstützung zum erfolgreichen Gelingen des Promotionsvorhabens beigetragen haben. Diesem Brauch möchte ich an dieser Stelle gerne folgen. Mein besonderer Dank gilt zu allererst meinem Doktorvater, Herrn Prof. Dr. Ingo Schmidt, der die Arbeit nicht nur anregte, sondern mich auch in vielfältiger Weise förderte. Darüber hinaus gewährte er mir während meiner Tätigkeit an seinem Lehrstuhl die Freiräume, die ich benötigte, um diese Arbeit zu erstellen. Herrn Prof. Dr. Lothar Vollmer und Herrn Prof. Dr. Klaus Herdzina danke ich für ihre konstruktiven Anregungen und für ihre Mitwirkung am Promotionsverfahren. Meinen Kollegen und Kolleginnen am Institut für Volkswirtschaftslehre der Universität Ho- henheim Dr. Steffen Binder, Dr. Alexander Burger, Silke Dahlke, Annette Fritz, Claudia Haff- ner, Jürgen Kulle, Oliver Letzgus, Dr. Hans Pitlik, Alexander Rieger, Günter Schmid, Renate Strobel und Margit Ströbele danke ich für ihre menschliche Unterstützung, für die gute Zu- sammenarbeit und für die stets erheiternden "Sozialraumgespräche", über deren Inhalt an die- ser Stelle besser nicht berichtet wird. Frau Bettina Lang danke ich für die Durchsicht des Ma- nuskriptes. Für die finanzielle Unterstützung danke ich der FAZIT-STIFTUNG. Sie gewährte mir ein großzügiges Promotionsstipendium und ermöglichte mit ihrem Druckkostenzuschuß die Ver- öffentlichung. Last, but not least danke ich meinen Eltern und meiner Schwester für ihre stete Unterstützung und das mir entgegengebrachte Verständnis. Fellbach, im Dezember 1997 André Schmidt - 978-3-631-75478-8 Downloaded from PubFactory at 01/11/2019 04:29:50AM via free access André Schmidt - 978-3-631-75478-8 Downloaded from PubFactory at 01/11/2019 04:29:50AM via free access VII Inhaltsverzeichnis Abbildungsverzeichnis .......................... ............... ................................................................. .XI 0 Einführung in die Problemstellung und Gang der Arbeit .............................................. 1 1 Ordnungspolitische Analyse des europäischen Integrationsprozesses ........................... 7 1.1 Ordnungspolitische Entwicklungslinien der europäischen Integration ................ 7 1.1.1 Anfänge der europäischen Integration ............................................................... 7 1.1.1.1 Die Suche nach einer europäischen Nachkriegsordnung ...................... 7 1.1.1.2 Die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) ............... 8 1. 1. l.3 Die Europäische Atomgemeinschaft (EURATOM) ........................... 13 1.1.2 Der Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft ........... 16 1.1.2.1 Der EWG-Vertrag - Grundlage für ein System des unverfälschten Wettbewerbs? ........................................... ................. 16 1.1.2.2 Anfänge der Industriepolitik im Rahmen der EWG ............................ 22 1. l.3 Die Einheitliche Europäische Akte - Vorbote eines ordnungspolitischen Paradigmenwechsels? ..................................................................................... 26 1.1. 4 Der Vertrag von Maastricht - Festschreibung eines ordnungspolitischen Paradigmenwechsels? ..................................................................................... 3 2 1.1.5 Der Vertrag von Amsterdam - Fortsetzung des eingeschlagenen Integrationsweges? ................................................................................. ........ 42 1.2 Ordnungstheoretische Probleme einer fortschreitenden lntegration ....... ........... 44 1.2.1 Die Europäische Union zwischen Vertiefung und Erweiterung ....................... .45 1.2.2 Ordnungspolitische Orientierungen eines integrierten Europas ........................ 51 1.3 Zusammenfassung der Ergebnisse ..................................................... .................. 54 2 Mechanismen der politischen und ökonomischen Integration ..................................... 57 2.1 Konzeption eines ordnungspolitischen Integrationsansatzes ............. ...... ·-·········58 2.1.1 Ordnungstheorie und Ordnungspolitik .......................................................... 58 2.1.2 Märkte und Hierarchien - Grundtypen gesellschaftlicher Koordination ............ 60 2.1.3 Marktliche und hierarchische Integration ....................................................... 63 2.2 Marktliche Integration durch Systemwettbewerb 2.2.1 Historische Evidenz ...................................... . 2.2.2 Begriff und Funktionsweise des Systemwettbewerbs .. 2.2.3 Wirkungen des Systemwettbewerbs 2.2.3.1 Steigerung der Effizienz .......... 66 ............. 66 . .......... 69 ········ ····· .. 73 .................. 73 André Schmidt - 978-3-631-75478-8 Downloaded from PubFactory at 01/11/2019 04:29:50AM via free access VJII 2.2.3.2 Begrenzung politischer Macht .......................................................... 74 2.2.3.3 Generierung von neuem Wissen ........................................................ 77 2.3 Institutionelle Integration durch Harmonisierung .............................. .. .............. 79 2.3 .1 Harmonisierung und die Zentralisierungsthese ................................................ 79 2.3.2 Argumente pro Harmonisierung ..................................................................... 81 2.3 .2.1 Harmonisierung zum Abbau von Handelshemmnissen ....................... 82 2.3 .2.2 Harmonisierung zur Angleichung institutioneller Unterschiede .......... 83 2.3 .2.3 Harmonisierung zum Schutz wesentlicher Interessen ......................... 84 2.3.2.4 Harmonisierung zur Verfestigung der Gemeinschaft .......................... 87 2.3 .3 Harmonisierung im Lichte der ökonomischen Kritik ....................................... 88 2.4 Das Subsidiarititsprinzip zwischen marktlicher und institutioneller Integration ............................................................................................................. 91 2.4.1 Herkunft und allgemeiner Regelungsinhalt des Subsidiaritätsprinzips ...... .. ...... 92 2.4.2 Rechtliche Aspekte des Subsidiaritätsprinzips ................................................. 95 2.4.3 Ökonomische Aspekte des Subsidiaritätsprinzips ............................................ 98 2.5 Zusammenfassung der Ergebnisse...................................................................... 102 3 Theoretische Konzeptionen der Wettbewerbspolitik und des Systemwettbewerbs ...................................................................................................... 105 3.1 Theoretische Grundstrukturen des Wettbewerbs und der Wettbewerbspolitik ............................................................................................. 105 3. 1. 1 Begriffliche Grundlagen............................................ ............ ............ ............ 105 3 .1. 2 Wettbewerbspolitik als Ordnungspolitik ....................................................... 111 3. 1. 3 Wettbewerbspolitische Leitbilder .................................................................. 113 3 .1.3 .1 Das Leitbild des funktionsfähigen Wettbewerbs .............................. 113 3.1.3.2 Das Wettbewerbskonzept der Chicago School of Antitrust Analysis ........................................................................... 117 3.1.3.3 Die wettbewerbspolitischen Implikationen der österreichischen Schule ................................................................... 119 3.2 Theoretische Fundierung des Systemwettbewerbs ............................................ 128 3.2.1 Der Systemwettbewerb aus wohlfahrtsökonomisch-neoklassischer Perspektive .................................................................................................. 129 3.2.2 Der Systemwettbewerb aus evolutionsökonomischer Perspektive ................. 141 3.2.3 Die Notwendigkeit der Regelgebundenheit des Systemwettbewerbs.............. 146 3.2.4 Wettbewerbs- und Industriepolitik im Kontext des Systemwettbewerbs ........ 151 3.3 Zusammenfassung der Ergebnisse ...................................................................... 153 André Schmidt - 978-3-631-75478-8 Downloaded from PubFactory at 01/11/2019 04:29:50AM via free access IX 4 Ordnungspolitische Bestandsaufnahme I: Die europäische Wettbewerbspolitik ............................................................................................. ......... 157 4.1 Ziele und Konzeptionen der europäischen Wettbewerbspolitik .............. ......... 157 4 .1. 1 Wettbewerbspolitik als Integrationspolitik .................................................... 159 4 .1.2 Wettbewerbspolitik als Instrument zur Erreichung allgemeiner wirtschaftspolitischer Ziele ........................................................................... 162 4.1.3 Konzeptionen der europäischen Wettbewerbspolitik ........................... .......... 165 4.2 Wettbewerbsrechtliche Bestimmungen .............................................................. 167 4.2.1 Artikel 85 EGV ......................................................................... ................... 167 4.2.2 Artikel 86 EGV ............................................................................................ 177 4.2.3 Europäische Fusionskontrollverordnung ................ ...... ............... .................. 179 4.2.4 Beihilfenkontrolle gemäß Art. 92 EGV .................... ........................... .......... 187 4.3 Zusammenfassung der Ergebnisse ................................................... ...... . .. .......... 193 5 Ordnungspolitische Bestandsaufnahme II: Die europäische lndustriepolitik ........... 195 5.1 Ursprung, Begriff und Taxonomie der Industriepolitik .................................... 196 5 .1.1 Die merkantilistischen Wurzeln der Industriepolitik ................ . .. ................... 196 5.1.2 Begriffsfelder der Industriepolitik ................................................................. 198 5.1.3 Taxonomie der Industriepolitik ..................................................................... 201 5.2 Ökonomische Erklärungsansätze für Industriepolitik ....................................... 204 5.2.1 Industrieökonomische Ansätze ..................................................................... 204 5.2.2 Ansätze der neuen Wachstumstheorie und internationale Wettbewerbsfähigkeit ................................................................................... 213 5.3 Ziele und Formen der europäischen Industriepolitik ........................................ 226 5. 3 .1 Systematisierung der Ziele ................................................................ ............ 226 5.3.2 Industriepolitik in der Form der Regional- und Strukturpolitik ...................... 228 5.3.3 Industriepolitik in der Form der Forschungs- und Technologiepolitik ............ 232 5.3.4 Industriepolitik in der Form der Handelspolitik ............................................. 237 5.3.5 Industriepolitik in der Form der Infrastrukturpolitik ...................................... 241 5.3.6 Industriepolitik in der Form der Mittelstandspolitik ....... ............ ................... 244 5.4 Zusammenfassung der Ergebnisse .......................................................... ............ 245 6 Ordnungspolitische Bestandsaufnahme m : Das Spannungsfeld zwischen Wettbewerbs- und Industriepolitik .............. ............................................................ 249 6.1 Industriepolitik und europäische Fusionskontrolle ...... .................................... 249 6.1.1 Der Fall Alcatel/AEG-Kabel ...................................................... ................... 251 6.1.2 Der Fall MannesmannNallourec/llva... . .......................... 253 André Schmidt - 978-3-631-75478-8 Downloaded from PubFactory at 01/11/2019 04:29:50AM via free access X 6.1.3 Der Fall Mercedes-Benz/Kässbohrer ........ . .. .. .......... ..................... ............... 255 6.1.4 Der Fall Boeing/McDonnell Douglas ............................................................ 257 6.2 Industriepolitik und europäische Beihilfenkontrolle ....... .................. ................ 259 6.2.1 Entscheidungspraxis in der Beihilfenkontrolle ............................................... 260 6.2.2 Die Problematik der Gemeinschaftsbeihilfen .......... ........................... ............ 264 6.3 Zusammenfassung der Ergebnisse ........................................... ........................... 267 7 Ordnungspolitische Perspektive: Eine Wettbewerbsordnung für den Systemwettbewerb ....................................................................................................... 269 7.1 Systemwettbewerb oder Harmonisierung? ............................................ ............ 269 7.2 Ordnungspolitische Defizite: Wettbewerbs- oder Industriepolitik? ................. 270 7.3 Bausteine einer Wettbewerbsordnung für den Systemwettbewerb .................. 272 Literaturverzeichnis ....... ............................... ......... ...................... ....................................... 281 Verzeichnis der zitierten Fälle ........... .............................................................. . .. ................. 333 André Schmidt - 978-3-631-75478-8 Downloaded from PubFactory at 01/11/2019 04:29:50AM via free access XI Abbildungsverzeichnis Abbildung 1: Zentrale Merkmale von Märkten und Hierarchien ...................................... 62 Abbildung 2: Überblick über die Integrationsmethoden ................................................... 66 Abbildung 3: Wirkungszusammenhang des Systemwettbewerbs .................... ................ 132 Abbildung 4: Umverteilung und Systemwettbewerb ...................................................... 135 Abbildung 5: Systemwettbewerb und Regulierungswirkungen ....................................... 136 Abbildung 6: Verlauf einer typischen Industrie-Kostenkurve ......................................... 206 Abbildung 7: X-Ineffizienzen als Differenzen zwischen mindest anfallenden und tatsächlichen DTKs .................................................................................. 207 Abbildung 8: X-Ineffizienzen infolge zunehmender Unternehmensgröße ....................... 208 Abbildung 9: Economies ofscale vs. X-Ineffizienzen ............................................ ........ 208 Abbildung 10: Lernkosteneffekte bei kumulierten Output im Zeitablauf .......................... 209 Abbildung 11: Externe Erträge von F&E-Aktivitäten und ihre Kompensation ................. 214 Abbildung 12: Bestimmungsfaktoren nationaler Wettbewerbsvorteile ............................. 224 Abbildung 13: Entwicklung der Ausgaben für Strukturmaßnahmen, regionale Maßnah- men sowie Struktur- und Kohäsionsfonds in der EU von 1992-1997 ........ 231 Abbildung 14: Ausgabenstruktur der Rahmenprogramme im Bereich Forschung und Entwicklung ..................................................................... 236 André Schmidt - 978-3-631-75478-8 Downloaded from PubFactory at 01/11/2019 04:29:50AM via free access André Schmidt - 978-3-631-75478-8 Downloaded from PubFactory at 01/11/2019 04:29:50AM via free access 0 Einführung in die Problemstellung und Gang der Arbeit Der Prozeß der europäischen Integration hat in den vergangenen Jahren ein Stadium erreicht, welches aus der gegenwärtigen Perspektive ohne Übertreibung als einzigartig bezeichnet wer- den kann. Die Europäische Gemeinschaft hat sich zu einer Staatenverbindung von besonderer Art und Qualität entwickelt. 1 Nach Abschluß des Vertrages über die Europäische Union in Maastricht 1992 ist die Europäische Gemeinschaft ihrem Ziel der weiteren Vertiefung der eu- ropäischen Zusammenarbeit einen wichtigen Schritt nähergekommen. Mit der Gründung der Europäischen Union wurde eine neue Stufe bei der Verwirklichung einer immer engeren Union der Völker Europas erreicht. Politisch und wirtschaftlich gilt der europäische Integrationspro- zeß als die europäische Erfolgsgeschichte dieses Jahrhunderts. Der Traum der Gründungsväter scheint erfüllt - der umfassende Souveranitätstransfer in Westeuropa, die Beitrittsbemühungen in Nord-, Ost- und Südosteuropa und die Anerkennung der Europäischen Gemeinschaft in der Weltgemeinschaft erscheinen als eindrucksvolle Belege dieser Erfolgsgeschichte. 2 Trotz der erzielten Erfolge der europäischen Integration sind jedoch aus ökonomischer Sicht im Hinblick auf den in Maastricht beschlossenen und in Amsterdam fortgesetzten Integra- tionsweg erhebliche Bedenken anzumelden. Im Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion steht vor allem die Kritik an den Plänen zur Umsetzung der Währungsunion. 3 Zu den relevanten Problemfeldern gehören jedoch nicht nur die der monetären Integration, sondern auch Fragen, die sich vor allem mit ordnungspolitischen Aspekten des Integrationsprozesses beschäftigen. Die ordnungspolitischen Aspekte lassen sich mit der Frage nach der Integrationsmethode be- schreiben.4 Mit Blick auf den Maastrichter Vertrag läßt sich die ordnungspolitische Frage wie folgt formulieren: ist die im Zusammenhang mit dem Abschluß des Vertrages von Maastricht beschlossene Integrationsmethode dazu geeignet, die zukünftigen politischen und wirtschaft- lichen Anforderungen, die an den europäischen Integrationsprozeß gestellt werden, zu mei- stem? Diese Frage gewinnt um so mehr an Brisanz, je mehr man sich die zukünftigen Anforderungen politischer wie wirtschaftlicher Art verdeutlicht. Zu den vordringlichsten Herausforderungen einer fortschreitenden europäischen Integration gehören: 1. Nach den tiefgreifenden politischen Veränderungen in Europa - bedingt durch den Zusam- menbruch des Kommunismus - steht die Europäische Gemeinschaft vor der Aufgabe, die jun- gen marktwirtschaftlich organisierten Staaten Ost- und Mitteleuropas in den Integrationspro- 1 Vgl. bereits Everling, U, Vom Zweckverband zur Struktur der Europäischen Union: Überlegungen zur Struktur der Europäischen Gemeinschaft, in: Stödter, R., und W. Thieme (Hrsg.), Hamburg - Deutschland - Europa: Festschrift für Hans P. lpsen, Tübingen 1977, S. 614. 2 Vgl. Weidenfeld, W., Die Bilanz der europäischen Integration 1990/91, in: ders. und W. Wesse/s (Hrsg.), Jahrbuch der europäischen Integration 1990/91, Bonn 1992, S. 13. 3 Vgl. hierzu bspw. Caesar, R., und H. E. Scharrer (Hrsg.), Maastricht: Königsweg oder Jnweg zur Wirt- schafts- und Währungsunion?, Bonn 1994; We/cker, J., und C. Nerge, Die Maastrichter Verträge - zum Scheitern verurteilt?, Landsberg/Lech 1992, und Hrbek, R. (Hrsg.), Der Vertrag von Maastricht in der wis- senschaftlichen Kontroverse, Bonn 1993. ' Vgl. Grüner, H., Integrationsmerkmale und Integrationsmethoden: Die ordnungspolitische Konzeption der EG im Wandel, in: ders. und A. Schal/er (Hrsg.}, Die europäische Integration als ordnungspolitische Auf- gabe, Stuttgart -Jena - New York 1993, S. 3ff. André Schmidt - 978-3-631-75478-8 Downloaded from PubFactory at 01/11/2019 04:29:50AM via free access 2 zeß miteinzubeziehen. Diese Aufgabe wird bereits unter dem Stichwort der Erweiterung der Gemeinschaft in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert. Dabei ist es unstreitig, daß sich eine Erweiterung der Europäischen Gemeinschaft auf möglicherweise 30 Mitglieder auf die institu- tionellen Strukturen und auf die Intensität der Integration und damit wiederum auf die ange- strebte Integrationsmethode auswirkt. 5 2. Unter dem Stichwort der Vertiefung der Gemeinschaft wird das Problem angesprochen, wie die Gemeinschaft die in Art. A EUV zur Gründung der Europäischen Union anvisierte ,,Verwirklichung einer immer engeren Union der Völker Europas" realisieren kann. Im Zen- trum der Vertiefung der Gemeinschaft stehen hier vor allem die Fragen nach der Schaffung einer politischen Union. Obwohl die Europäische Gemeinschaft immer unter politischen Ziel- vorstellungen vorangetrieben wurde, blieben diese eher vage formuliert. 6 Der Vertrag von Maastricht hat diesen Widerspruch zwischen erreichter ökonomischer Integration und anvi- sierter politischer Integration nicht gelöst, sondern im Gegenteil eher verschärft. 7 Er betont die Europäische Union und hebt ein breites Spektrum von Politikbereichen auf die Gemein- schaftsebene, ohne daß die entsprechenden Institutionen auf der europäischen Ebene wesent- lich gestärkt wurden. 8 Eng mit der Problematik der Schaffung einer politischen Union verbun- den ist das bestehende Demokratiedefizit innerhalb der Gemeinschaft. Im Laufe der Jahrzehnte hat die Gemeinschaft mehr und mehr Kompetenzen erhalten, ohne daß auf der EG-Ebene de- mokratisch legitimierte Institutionen und Kompetenzen zugewachsen sind. 9 Das Demokra- tiedefizit bezieht sich auf zwei komplexe, voneinander klar zu unterscheidende Themen: Einer- seits auf eine Demokratie im Sinne von parlamentarischer Kontrolle der Exekutiven, anderer- seits auf ein wie auch immer geartetes demokratisches Verhältnis zwischen der supranationalen Gemeinschaft und den souveränen Nationalstaaten. 10 3. Der dritte Problemaspekt bezieht sich auf die Frage nach der Wettbewerbsfähigkeit Euro- pas im Triadenwettbewerb (USA - Europa - Ostasien) und ist vor allem ökonomischer Natur. Europa droht seine nun mittlerweile 500 Jahre andauernde Vormachtstellung in der Welt zu verlieren. 11 In wichtigen Bereichen der Schlüsseltechnologien, wie zum Beispiel der Halblei- tertechnologie, der Gen- und Lasertechnologie, droht Europa in seiner Wettbewerbsfähigkeit 5 Vgl. Seidel, M., Reform der institutionellen Strukturen der Europäischen Union als Vorbedingung einer Osterweiterung, in: LIST Forum für Wirtschafts- und Finanzpolitik 21 (1995), S. 22 ff. 6 Vgl. Arnold, H., Europa am Ende?: Die Auflösung von EG und NATO, München 1993, S. 64 f. 7 Vgl. hierzu Tetlinger, P., Noch eine Fülle verfassungsrechtlicher Fragen offen, in: Handelsblatt vom 16.11.1992, s. 7. • Vgl. Frankfurter Institut fiir wirtschaftspolitische Forschung e. V., Einheit und Vielfalt in Europa: Für we- niger Harmonisierung und Zentralisierung, Frankfurt 1992, S. 16. 9 Vgl. Leipold, H., Die EG im Spannungsverhältnis zwischen Konsens und Effizienz, in: ders. (Hrsg.), Ord- nungsprobleme Europas: Die Europäische Union zwischen Vertiefung und Erweiterung, Marburg 1994, S. 28. 10 Vgl. Kowalsky, W., Europa vor der Herausforderung zivilisierter Innenbeziehungen, in: Aus Politik und Zeitgeschichte - Beilage zur Wochenzeitung Das Parlament 1995, Nr. B 3/4, S. 19, und Möschel, W., Poli- tische Union für Europa: Wunschtraum oder Alptraum?, in: Juristen Zeitung 47 (1992), S. 877 ff. 11 Vgl. Ka/tejleiler, W., Wettbewerb als Ordnungsprinzip für Europa, in: Referate des XXVII. FIW-Symposi- ons: Marktwirtschaft und Wettbewerb im sich erweiternden europäischen Raum, FIW-Schriftenreihe Heft 160, Köln 1994, S. 1. André Schmidt - 978-3-631-75478-8 Downloaded from PubFactory at 01/11/2019 04:29:50AM via free access gegenüber Japan und den USA zurückzufallen. 12 Die Antwort auf diese Herausforderung scheint man mit dem Abschluß des Vertrages von Maastricht gefunden zu haben. Mit einer Vergemeinschaftung von industrie- und technologiepolitischen Kompetenzen auf Gemein- schaftsebene will man der Herausforderung begegnen. Dies ist jedoch aus ordnungspolitischen Gesichtspunkten höchst bedenklich. Die bisher nur grob skizzierten Problembereiche der fortschreitenden Integration lassen erheb- liche Zweifel aufkommen, ob der mit dem Abschluß des Maastrichter Vertages eingeschlagene Integrationsweg in der Lage ist, eine adäquate Bewältigung der zukünftigen Herausforderun- gen der Europäischen Integration zu garantieren. Die Europäische Union befindet sich seit Maastricht in einem Schwebezustand bzw. in einer Übergangsphase. 13 Daran konnte auch die jüngste Vertragsrevision von Amsterdam nichts ändern. Gegenstand der Untersuchung sind die ordnungspolitischen Perspektiven der europäischen Integration. Ausgangsthese dabei ist, daß mit dem Abschluß des Vertrages von Maastricht ein ordnungspolitischer Paradigmenwechsel stattgefunden hat. War der europäische Integrations- prozeß bisher als ein marktlicher Integrationsprozeß gekennzeichnet, so weisen nun wesentli- che Elemente des Maastrichter Vertrages darauf hin, daß der Pfad der marktlichen Integration verlassen wurde, und die Mechanismen der institutionellen Integration stärker verankert wur- den. Im Zentrum dieser Untersuchung steht vor allem das Spannungsfeld zwischen Wettbe- werbs- und Industriepolitik. Bei der Frage nach einem mehr an Wettbewerbspolitik oder einem mehr an Industriepolitik handelt es sich keinesfalls um eine rein akademische Fragestellung, sondern vielmehr um die Frage, wie die europäische Integration erfolgreich vorangetrieben werden kann. Das Spannungsverhältnis zwischen Wettbewerbs- und Industriepolitik ist dabei Ausdruck für das ordnungspolitische Spannungsverhältnis zwischen der Integration durch Systemwettbewerb und der Integration durch Harmonisierung. Während die Wettbewerbspoli- tik die dezentrale Integration betont, steht die Industriepolitik für eine zentralisierte und damit weitgehend institutionelle Integration. Insofern spiegelt das Spannungsverhältnis zwischen Wettbewerbs- und Industriepolitik die Frage nach der geeigneten Integrationsmethode wider. Somit ergeben sich in Abhängigkeit von der Festlegung der Integrationsmethode unterschied- liche Implikationen für die Wettbewerbs- und die Industriepolitik. Im Rahmen dieser Unter- suchung sollen in einer detaillierten Analyse sowohl die ökonomischen als auch rechtlichen Aspekte der Wettbewerbs- und Industriepolitik dargestellt und ihre Auswirkungen auf den Integrationsprozeß untersucht werden. Im ersten Kapitel werden die ordnungspolitischen Entwicklungslinien von den Römischen Verträgen bis zur Gegenwart dargestellt. Die Ergebnisse der bisherigen Integration werden dann den Anforderungen der fortschreitenden Integration gegenübergestellt. Dabei soll gezeigt werden, daß die im Maastrichter Vertrag verankerten institutionellen Elemente den zukünftigen Herausforderungen der Europäischen Union im Rahmen von Erweiterung und Vertiefung der Integration und der Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit im Triadenwettbewerb entgegenste- 12 Vgl. Seitz, K., Die japanisch-amerikanische Herausforderung: Europas Hochtechnologieindustrien kämpfen ums Überleben, in: Aus Politik und Zeitgeschichte - Beilage zur Wochenzeitung Das Parlament, B 10- 11/1992, S. 3 ff. 13 Vgl. Arnold, H., Die Europäische Union zwischen Maastricht und Maastricht-Revision, in: Aus Politik und Zeitgeschichte - Beilage zur Wochenzeitung Das Parlament, B 3-4/1995, S. 3. André Schmidt - 978-3-631-75478-8 Downloaded from PubFactory at 01/11/2019 04:29:50AM via free access 4 hen. Vielmehr scheint der Weg der marktlichen Integration durch einen Wettbewerb der Systeme eher geeignet zu sein, rasche und dauerhafte Integrationserfolge zu realisieren. Im zweiten Kapitel werden beide Integrationsmethoden - die marktliche durch Systemwett- bewerb und die institutionelle durch gemeinschaftsweite Harmonisierung - im Hinblick auf ihre ökonomischen und politischen Wirkungen untersucht und die Ergebnisse gegenübergestellt. Die theoretischen Konzeptionen der Wettbewerbspolitik und des Systemwettbewerbs stehen im dritten Kapitel im Zentrum der Analyse. Dabei werden zunächst die theoretischen Grund- strukturen des Wettbewerbs und der Wettbewerbspolitik thematisiert. Dies erfolgt vor dem Hintergrund der wettbewerbspolitischen Leitbilder. Daran anschließend erfolgt eine theore- tische Fundierung des Systemwettbewerbs. In Anlehnung an die wettbewerbspolitischen Leit- bilder werden unterschiedliche theoretische Konzeptionen des Systemwettbewerbs herausgear- beitet. Darauf aufbauend sollen Ansätze einer Wettbewerbsordnung für den Systemwettbewerb abgeleitet werden. Daran anschließend erfolgt im vierten Kapitel eine ordnungspolitische Bestandsaufnahme der Europäischen Union hinsichtlich der Wettbewerbspolitik. Die europäische Wettbewerbspolitik wird im Hinblick auf ihre Ziele und Konzeptionen sowie deren rechtliche Umsetzung unter- sucht. Im Mittelpunkt stehen dabei die kartellrechtlichen Vorschriften der Art. 85 und 86 EGV, die europäische Fusionskontrollverordnung und die europäische Beihilfenkontrolle gern. Art. 92EGV. Im fünften Kapitel erfolgt die ordnungspolitische Bestandsaufnahme hinsichtlich der euro- päischen Industriepolitik. Ausgehend von den begrifflichen Grundlagen der Industriepolitik werden zunächst die ökonomischen Rechtfertigungsansätze industriepolitischer Maßnahmen dargestellt. Daran anschließend werden die verschiedenen Formen der europäischen Industrie- politik vorgestellt. Das Spannungsfeld zwischen Wettbewerbs- und Industriepolitik wird sodann im sechsten Kapitel anhand von zwei Bereichen, in denen die Interdependenzen dieser Politikfelder deutlich werden - das sind die Fusions- und Beihilfenkontrolle - mittels ausgewählter Fälle analysiert. Dabei kann aufgezeigt werden, daß sowohl in der Fusions- als auch in der Beihilfenkontrolle die industriepolitischen Betstrebungen dazu geeignet sind, das Wettbewerbsprinzip entschei- dend zu schwächen. Ferner wird gezeigt, daß die industriepolitischen Einflußnahmen weniger aus ungenügenden materiell-rechtlichen Regelungen resultieren, als vielmehr aus den institutio- nellen Schwächen der Entscheidungsfindung. Auf der Grundlage der Ergebnisse der ordnungspolitischen Bestandsaufnahme sowohl hin- sichtlich der Wettbewerbs- als auch der Industriepolitik werden dann Bausteine für eine Wett- bewerbsordnung des Systemwettbewerbs als ordnungspolitische Perspektive der europäischen Integration abgeleitet. Die Wettbewerbsordnung hat im Rahmen des europäischen Integrationsprozesses immer eine bedeutende Rolle gespielt. Jedoch drohen ihr ausgehend von einer europäischen Industriepoli- tik zahlreiche Gefahren. Ausufernde industriepolitische Bestrebungen und Förderprogramme drohen die Wettbewerbsordnung der Gemeinschaft auszuhöhlen und zu einer weitreichenden Politisierung der Entscheidungsprozesse zu führen, wodurch die wettbewerblichen Elemente mehr und mehr zurückgedrängt werden. André Schmidt - 978-3-631-75478-8 Downloaded from PubFactory at 01/11/2019 04:29:50AM via free access 5 Der in Maastricht eingeschlagene und in Amsterdam fortgesetzte Weg der europäischen Inte- gration bedingt eine ordnungspolitische Schieflage. 14 Um diese zu beseitigen, sollte vermehrt aufmarktliche Integrationsmechanismen durch einen Wettbewerb der Systeme gesetzt werden. Damit verbindet sich das Postulat nach einer grundlegenden Reform der Europäischen Union. 15 Im Rahmen dieser Reform sollte der Wettbewerb der Systeme als ordnungspolitischer Leitfaden für den fortschreitenden Integrationsprozeß verankert werden. 14 Vgl. bereits Gröner, H., Integrationsmerkmale und Integrationsmethoden: Die ordnungspolitische Konzep- tion der EG im Wandel, op. cit., S. 15. 15 Vgl. Leipold, H., Die EU im Spannungsverhältnis zwischen Vertiefung und Erweiterung, in: ders. (Hrsg.), Ordnungsprobleme Europas: Die Europäische Union zwischen Vertiefung und Etweiterung, MaJburg 1994, S. 60. André Schmidt - 978-3-631-75478-8 Downloaded from PubFactory at 01/11/2019 04:29:50AM via free access André Schmidt - 978-3-631-75478-8 Downloaded from PubFactory at 01/11/2019 04:29:50AM via free access