LEBENSERWARTUNG, MORBIDITÄT UND GESUNDHEITS- AUSGABEN A L L O K AT I O N I M M A R K T W I R T S C H A F T L I C H E N S Y S T E M HOLGER CISCHINSKY Seit geraumer Zeit befindet sich Deutschland in einer Phase, die durch eine ungebremste Abnahme der Alterssterblichkeit gekennzeichnet ist. Da das Morbiditätsspektrum weit überwiegend von chronisch-degenerativen Krankheiten geprägt wird, wirft die zurückgehende Altersmortalität drei in engem Kontext zueinander stehende Fragen auf: Erstens nach dem die Lebenserwartungssteigerungen bewirkenden Mechanismus, zweitens nach dem Potential für weitere Sterblichkeitsabnahmen und drittens stellt sich die Frage, ob die Lebenserwartungszunahme von einer Kompression oder Expansion der Morbiditätsphase vor dem Tod begleitet wird. Auf der Grundlage eines theoretischen interdisziplinär angelegten Modellrahmens führt der Autor diese Fragen einer empirischen Antwort zu und lotet aus, welche Konsequenzen sich daraus für die Gesundheitsausgaben im Quer- und Längsschnitt ergeben. Holger Cischinsky wurde 1975 in Heidelberg geboren und studierte von 1994 bis 2000 Volkswirtschaftslehre an der Universität Mannheim und der Université Catholique de Louvain, Louvain-la-Neuve (Belgien). Von 2000 bis 2006 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Planung und Verwaltung öffentlicher Wirtschaft an der Universität Mannheim. Seit 2006 ist der Autor als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Institut Wohnen und Umwelt (IWU) in Darmstadt tätig und beschäftigt sich dort mit wohnungswirtschaftlichen und -politischen Fragen. A L L O K AT I O N I M M A R K T W I R T S C H A F T L I C H E N S Y S T E M HOLGER CISCHINSKY LEBENSERWARTUNG, MORBIDITÄT UND GESUNDHEITSAUSGABEN Lebenserwartung, Morbidität und Gesundheitsausgaben ALLOKATION IM MARKTWIRTSCHAFTLICHEN SYSTEM Herausgegeben von Heinz König (t), Hans-Heinrich Nachtkamp, Ulrich Schlieper, Eberhard Wille Band 56 • PETER LANG Frankfurt am Main · Berlin · Bern · Bruxelles · New York · Oxford · Wien HOLGER CISCHINSKY LEBENSERWARTUNG • •• MORBIDITAT UND GESUNDHEITS· AUSGABEN ~ PETER LANG Europäischer Verlag der Wissenschaften Open Access: The online version of this publication is published on www.peterlang.com and www.econstor.eu under the international Creative Commons License CC-BY 4.0. Learn more on how you can use and share this work: http://creativecommons.org/licenses/ by/4.0. This book is available Open Access thanks to the kind support of ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft. ISBN 978-3-631-75585-3 (eBook) Bibliografische Information der Deutschen Natlonalblbllothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über <http://www.d-nb.de> abrufbar. Zugl.: Mannheim, Univ., Diss., 2006 =S' Gedruckt auf alterungsbeständigem, säurefreiem Papier. D 180 ISSN 0939-7228 ISBN 978-3-631-56165-2 © Peter Lang GmbH Europäischer Verlag der Wissenschaften Frankfurt am Main 2007 Alle Rechte vorbehalten. Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. Printed in Germany 1 2 3 4 5 7 www.peterlang.de Vorwort Die vorliegende Arbeit entstand während meiner Tätigkeit am Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Planung und Verwaltung öffentlicher Wirt- schaft, der Universität Mannheim. Sie wurde im Wintersemester 2006/2007 von der Fakultät für Rechtswissenschaft und Volkswirtschaftslehre, Abteilung Volkswirtschaftslehre, als Dissertation angenommen. Mein ganz besonderer Dank gilt meinem Doktorvater Herrn Prof. Dr. Eberhard Wille, der diese Arbeit ermöglichte und ihr Voranschreiten stets mit großem In- teresse verfolgte. Herzlich danken möchte ich auch Herrn Prof. Dr. Horst Stenger für die Übernahme des Zweitgutachtens sowie für wertvolle Hinweise, Anregungen und kritische Anmerkungen. Hilfreiche fachliche Diskussionen führte ich auch mit Herrn Dr. Tilmann Deutler und Herrn Dr. Jochen Schmidt vom (ehemaligen) Seminar für Statistik der Universität Mannheim, wofür ich ihnen großen Dank schulde. Der empirische Teil meiner Arbeit wäre ohne die bereitwillige und tatkräftige Unterstützung vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Statistischen Bundes- amtes, des Statistischen Landesamtes Berlin, des Bundesversicherungsamtes so- wie des Wissenschaftlichen Instituts der AOK {WldO) nicht zustande gekom- men. Hierfür möchte ich mich ausdrücklich und herzlich bedanken. Dank sagen möchte ich auch meinen ehemaligen wissenschaftlichen Kollegin- nen und Kollegen, den studentischen Hilfskräften und den Sekretärinnen am Lehrstuhl von Herrn Prof. Dr. Wille. Sie alle haben mich in vielfältiger Weise unterstützt. Ein besonderer Dank gilt meinen Eltern, die meine Ausbildung ideell mitgetra- gen und finanziell ermöglicht haben. Mein Vater hat dankenswerterweise auch die gesamte Arbeit auf Rechtschreibung und Interpunktion Korrektur gelesen. Last but not least danke ich meiner Frau Christiane und meiner Tochter Lena. Ohne ihr verständnisvolles Entgegenkommen, als ich gegen Ende der Arbeit zahlreiche Feiertage und Wochenenden an der Universität verbrachte, ohne ihre oftmals geübte Geduld und Gelassenheit, als ich zwar physisch zu Hause, in Ge- danken aber bei meiner Arbeit war, und ohne ihre aufmunternden Worte und Gesten wäre die vorliegende Arbeit nicht möglich gewesen. Mannheim, im Dezember 2006 Holger Cischinsky V Inhaltsverzeichnis Abbildungsverzeichnis..................................................................................... XI Tabellenverzeichnis........................................................................................XIV Abkürzungsverzeichnis..................................................................................XIX 1 Einleitung und Disposition ....................................................................... ! 1.1 Mortalität und Morbidität während des epidemiologischen Übergangs ........................................................................................... l 1.2 Aufbau der Arbeit ............................................................................... 9 2 Thesen zum Zusammenhang zwischen Mortalität und chronischer Morbidität .......................................................................... 13 2.1 Merkmale chronischer Krankheiten ................................................. 13 2.2 Formale Abgrenzung zwischen Morbiditätskompression und -expansion ................................................................................. 14 2.3 Die Morbiditätskompressionsthese von Fries .................................. 20 2.3.1 Voraussetzungen ......................................................................... 20 2.3.2 Medizinische bzw. epidemiologische Belege ............................. 23 2.4 Morbiditätsexpansionsthesen ........................................................... 25 2.4.1 Die Morbiditätsexpansionsthese von Gruenberg ........................ 25 2.4.2 Die Morbiditätsexpansionsthese von Manton ............................. 29 2.4.3 Die Morbiditätsexpansionsthese von Verbrugge bzw. Olshansky et al. ........................................................................... 32 2.5 Kritische Würdigung der Morbiditätskompressions- und -expansionsthesen ............................................................................. 35 2.6 Exkurs: liefert die Theorie heterogener Populationen einen Erklärungsbeitrag? ........................................................................... 39 2.7 Zusammenfassung ........................................................................... .46 3 Die Mortalitätskompressionsthese - Argumente, Methoden und Empirie.....................................................................................................49 3 .1 Die Idee der Mortalitätskompression ...............................................49 3.2 Die Diskussion um die Grenzen des Lebens .................................... 51 3.3 Empirische Überprüfung der Mortalitätskompressionsthese ........... 59 3.3.1 Kennzahlen zur Messung von Mortalitätskompression .............. 59 3.3.1.1 Sterbetafelbasierte Kennzahlen ........................................... 60 3.3.1.1.1 Vorbemerkung: Sterbetafelkonzepte und ihre Eignung zur Überprüfung der Mortalitätskompressionsthese ..................................... 60 3.3.1. l .2 Auf der Standardabweichung basierende Kennziffern .................................................................. 64 VII 3.3.1.1.3 Die Perzentilmethode .................................................. 68 3.3.1.1.4 AufKeyfitz' H aufbauende Kennziffern ..................... 70 3.3.1.1.5 Ein alternatives Kennzahlenkonzept ........................... 72 3.3.1.2 Nicht-sterbetafelbasierte Kennzahlen ................................. 76 3.3.1.2.1 Vorbemerkung: Die Eignung der tatsächlichen Sterbealterverteilung zur Überprüfung der Mortalitätskompressionsthese ..................................... 76 3.3.1.2.2 Auf der Standardabweichung basierende Kennziffern .................................................................. 78 3 .3 .1.2.3 Die Perzentilmethode .................................................. 79 3.3.2 Ergebnisse anderer empirischer Untersuchungen ....................... 79 3.3.3 Überprüfung der Mortalitätskompressionsthese für das frühere Bundesgebiet im Zeitraum 1964-2003 ........................... 85 3.3.3.1 Datengrundlage ................................................................... 85 3.3.3.1.1 Sterbedaten .................................................................. 86 3.3.3.1.2 Bevölkerungsdaten ...................................................... 88 3.3.3.1.2.1 Die Methode der „Extinct Generations" - Idee und Weiterentwicklung ............................. 90 3.3.3.2 Methodisches Vorgehen ................................................... 103 3.3.3.3 Ergebnisse ........................................................................ 106 3.3.3.3.1 Analyse von Periodensterbetafeln ............................ 106 3 .3 .3 .3 .1.1 Vorbemerkung: Entwicklung der Lebenserwartung in ausgewählten Altersstufen im Untersuchungszeitraum .......... 106 3.3.3.3.1.2 Standardabweichung und Variationskoeffizient ........................................ 113 3.3.3.3.1.3 Perzentilmethode .............................................. 117 3.3.3.3.1.4 AufKeyfitz' H aufbauende Kennziffern .......... 120 3.3.3.3.1.5 Alternatives Kennzahlenkonzept.. .................... 125 3.3.3.3.2 Analyse der Kohortensterblichkeit im Altersbereich von 100 Jahren und älter .................... 129 3 .4 Konzeptionelle Schwächen von empirischen Verfahren zur Bestimmung von Lebenserwartungsobergrenzen ................... 138 3.5 Zusammenfassung und Ausblick .................................................. 143 4 Empirische Umsetzung und Ergebnisse: Morbiditätskompression oder -expansion? ....................................... 147 4.1 Empirische Umsetzung ................................................................. 147 4.1.1 Morbiditätsmessung ................................................................. 147 4.1.2 Methodisches Vorgehen ........................................................... 153 4.1.2.1 Die grundlegende Idee ..................................................... 154 4.1.2.2 Kohorten- vs. Periodenbetrachtung .................................. 157 4.1.2.3 Querschnitts- vs. Paneldaten ............................................ 160 VIII 4.1.2.4 Exkurs: Lässt sich allein anhand der zeitlichen Entwicklung von altersspezifischen Prävalenzraten eine Aussage hinsichtlich absoluter Morbiditäts- kompressions- bzw. -expansionstendenzen treffen? ........ 165 4.2 Ergebnisse anderer Studien ........................................................... 169 4.3 Ergebnisse für das frühere Bundesgebiet ...................................... 171 4.3.l Morbiditätsindikator: Selbsteinschätzung des Vorliegens einer Krankheit bzw. Unfallverletzung .................................... 173 4.3. l. l Datenbeschreibung ........................................................... 173 4 .3. l .2 Methodisches Vorgehen................................................... 175 4.3.1.3 Ergebnisse ........................................................................ 179 4.3.2 Morbiditätsindikator: Vorliegen einer Schwerbehinderung .... 182 4.3.2. l Datenbeschreibung ........................................................... 182 4.3.2.2 Methodisches Vorgehen ................................................... 184 4.3.2.3 Ergebnisse ........................................................................ 185 4.3 .3 Morbiditätsindikator: Arzneiverbrauch .................................... 189 4.3.3. l Datenbeschreibung ........................................................... 189 4.3.3.2 Methodisches Vorgehen ................................................... 190 4.3.3.3 Ergebnisse ........................................................................ 191 4.4 Zusammenfassung und Ausblick .................................................. 194 S Morbiditätsindikator "Gesundheitsausgaben": Die Frage nach der Kompression bzw. Expansion der ökonomischen Morbidität„ 201 5.1 Besonderheiten des Morbiditätsindikators „Gesundheitsausgaben" ................................................................. 20 l 5.2 Die Gesundheitsausgaben als Funktion der Restlebensdauer - Beleg für eine Kompression der ökonomischen Morbidität? .... 206 5.2. l Die Gesundheitsausgaben zwischen kalendarischem Alter und Todesnähe .......................................................................... 206 5.2.2 Epidemiologische Schlussfolgerungen im Hinblick auf eine Kompression bzw. Expansion der ökonomischen Morbidität ................................................................................. 214 5 .3 Richtige Vorgehensweise zur Überprüfung auf eine Kompression bzw. Expansion der ökonomischen Morbidität ...... 219 5.3.l Kapitaldeckungsverfahren als Organisationsprinzip der Krankenversicherung ................................................................ 220 5.3.2 Umlageverfahren als Organisationsprinzip der Krankenversicherung ................................................................ 220 5.4 Die impliziten epidemiologischen Annahmen sog. rein demographischer Ausgabenvorausberechnungen ......................... 222 5.5 Exkurs: Ist es möglich, die Kosten einer Lebenserwartungs- zunahme um ein Jahr zu beziffern? ............................................... 226 5.6 Zusammenfassung und Ausblick .................................................. 230 IX 6 Politische Empfehlungen zur Vermeidung eines Zusammenbruchs der Sozialversicherungssysteme ......................... 235 6.1 Verlängerung der Lebensarbeitszeit .............................................. 237 6.2 Aufhebung der organisatorischen Trennung zwischen GKV und SPV ............................................................................... 239 6.3 Senkung der Sterbekosten ............................................................. 242 6.4 Präventionsförderung .................................................................... 244 6.5 Beeinflussung und Begleitung des medizinischen Fortschritts .... 249 6.6 Rationierung .................................................................................. 254 6.6. l Explizite Rationierung lebensverlängernder Leistungen bei Älteren ................................................................................ 256 6.6.2 Indirekte Rationierung durch eine Kapazitätsverknappung bzw. durch einen Technologieverzicht im Gesundheitswesen 261 6. 7 Zusammenfassung und Ausblick .................................................. 264 Anhang A Mathematische Grundlagen und spezielle Aspekte des Sterbetafelkonzepts ................................................................ 267 A. l Grundlegende Konstruktion einer Sterbetafel... ............................ 267 A.2 Empirische Sterbetafelberechnung ................................................ 271 A.3 Spezielle Aspekte des Sterbetafelkonzepts ................................... 280 A.3.1 Mittelwert, Streuung und Perzentile des Sterbealters .............. 280 A.3.2 Keyfitz' H ................................................................................. 283 A.3.3 Zerlegung der Lebenserwartungsdifferenz zweier Zeitpunkte nach Arriaga ........................................................... 288 A.3.4 Messung der „Geschwindigkeit" altersgruppenspezifischer Mortalitätsveränderungen nach Arriaga ................................... 291 A.3.5 Die Theorie heterogener Populationen nach Vaupel et al... ..... 292 Anhang B Tabellen ................................................................................... 299 Literaturverzeichnis....................................................................................3 21 X Abbildungsverzeichnis Abbildung 1.1: Entwicklung des Altenquotienten „65" (Anzahl der 65jährigen und Älteren auf je 100 20- bis unter 65jährige) nach drei ausgewählten Varianten der l 0. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung ............. 6 Abbildung 1.2: Entwicklung des Altenquotienten „85" (Anzahl der 85jährigen und Älteren auf je l 00 20- bis unter 65jährige) nach drei ausgewählten Varianten der l 0. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung ............. 7 Abbildung 2.1: Beziehungsgeflecht zwischen den absoluten und den relativen Varianten der Morbiditätskompression vs. -expansion bei nicht-fallender Lebenserwartung .............. 15 Abbildung 2.2: Relative Morbiditätskompression bzw. -expansion bei Zunahme sowohl der gesunden als auch der kranken Lebensjahre ......................................................... 18 Abbildung 2.3: Modellhafte Darstellung der absoluten Morbiditäts- kompressionsthese .................................................. 22 Abbildung 2.4: Modellhafte Darstellung der Morbiditätsexpansionsthese nach Gruenberg .................................................... 29 Abbildung 2.5: Modellhafte Darstellung der Morbiditätsexpansions- these nach Manton ................................................. 32 Abbildung 2.6: Modell- und beispielhafte Darstellung der Morbiditätsexpansionsthese nach Verbrugge bzw. Olshansky et al. .................................................... 35 Abbildung 2.7: Sterbewahrscheinlichkeiten für Individuen mit unterschiedlichen Gebrechlichkeitsniveaus (z = 0,1; l; 4; l 0) sowie für die (Gesamt-) Kohorte bei gamma-verteilter Gebrechlichkeit bei der Geburt (k = 1) ... .42 Abbildung 3 .l : Graphische Veranschaulichung der Idee der Mortalitätskompression ........................................... 50 Abbildung 3.2: Rektangularisierung der Überlebenskurven .................... 50 Abbildung 3.3: Formallogischer Zusammenhang zwischen der Lebensspanne und der Lebenserwartung bei der Geburt ..... 52 Abbildung 3.4: Illustration der Möglichkeit einer zunehmenden Standardabweichung des Sterbealters bei gleichzeitig fester Lebensspanne ............................................... 67 XI Abbildung 3.5: Illustration des alternativen Kennzahlenkonzepts zur Messung des Rektangularisierungsgrads einer Überlebenskurve ................................................... 73 Abbildung 3.6: Prozentsatz, um den die amtlichen Jahresendbestände 95jähriger und älterer Männer und Frauen die mittels der Methode der „Extinct Generations" geschätzten Endbestände übersteigen (1963-2003) ........................ 101 Abbildung 3.7: Entwicklung der Lebenserwartung bei der Geburt und in ausgewählten Altersstufen von 1964 bis 2003 (Männer) ... 107 Abbildung 3.8: Entwicklung der Lebenserwartung bei der Geburt und in ausgewählten Altersstufen von 1964 bis 2003 (Frauen) .... 107 Abbildung 3.9: Entwicklung der Standardabweichung des Sterbealters von 1964 bis 2003 bei sukzessivem Ausschluss unterer Altersgruppen (Männer) ......................................... 114 Abbildung 3.10: Entwicklung der Standardabweichung des Sterbealters von 1964 bis 2003 bei sukzessivem Ausschluss unterer Altersgruppen (Frauen) .......................................... 114 Abbildung 3.11: Entwicklung des Variationskoeffizienten des Sterbealters von 1964 bis 2003 bei sukzessivem Ausschluss unterer Altersgruppen (Männer) ......................................... 115 Abbildung 3 .12: Entwicklung des Variationskoeffizienten des Sterbealters von 1964 bis 2003 bei sukzessivem Ausschluss unterer Altersgruppen (Frauen) .......................................... 116 Abbildung 3.13: Entwicklung des Zählers von Keyfitz' H von 1964 bis 2003 bei sukzessivem Ausschluss unterer Altersgruppen (Männer) ........................................................... 120 Abbildung 3.14: Entwicklung des Zählers von Keyfitz' H von 1964 bis 2003 bei sukzessivem Ausschluss unterer Altersgruppen (Frauen) ............................................................ 121 Abbildung 3.15: Altersspezifische Beiträge für das Absinken des Zählers von Keyfitz' H zwischen 1964/67 und 2000/03 nach Geschlecht ......................................................... 122 Abbildung 3.16: Entwicklung von Keyfitz' H von 1964 bis 2003 bei sukzessivem Ausschluss unterer Altersgruppen (Männer) ........................................................... 124 Abbildung 3.17: Entwicklung von Keyfitz' H von 1964 bis 2003 bei sukzessivem Ausschluss unterer Altersgruppen (Frauen) ............................................................ 124 XII Abbildung 3.18: Entwicklung des absoluten Rektangularisierungsgrads „absRgrad" von 1964 bis 2003 bei sukzessivem Ausschluss unterer Altersgruppen (Männer) ................. 126 Abbildung 3.19: Entwicklung des absolutert Rektangularisierungsgrads „absRgrad" von 1964 bis 2003 bei sukzessivem Ausschluss unterer Altersgruppen (Frauen) .................. 126 Abbildung 3.20: Entwicklung des relativen Rektangularisierungsgrads „relRgrad" von 1964 bis 2003 bei sukzessivem Ausschluss unterer Altersgruppen (Männer) ................. 127 Abbildung 3.21: Entwicklung des relativen Rektangularisierungsgrads „relRgrad" von 1964 bis 2003 bei sukzessivem Ausschluss unterer Altersgruppen (Frauen) .................. 128 Abbildung 3.22: Sterbewahrscheinlichkeiten ab dem Alter 100 für Individuen mit unterschiedlichen Gebrechlichkeits- niveaus (z = 0,0001; 0,05, I; 4) sowie für die (Gesamt-) Kohorte bei Gamma-verteilter Gebrechlichkeit im Alter 100 (k = 1) ......................................................... 134 Abbildung 3.23: Verfahren von Fries zur Abschätzung der Obergrenze für die Lebenserwartung bei der Geburt ....................... 140 Abbildung 4.1: Die grundlegende Idee zur Einbettung von Morbiditäts- informationen in das Sterbetafelkonzept ...................... 155 Abbildung 4.2: Morbiditätsbelastete und -freie Lebensjahre einer Kohorte ............................................................ 156 Abbildung 5.1: Pro-Kopf-Ausgabenprofil (ohne Krankengeld) in der GKV im Jahr 2003 für die alten Bundesländer einschließlich Berlin nach Geschlecht ........................ 208 Abbildung 5.2: Die Gesundheitsausgaben als reine Funktion der Restlebenszeit ..................................................... 216 Abbildung 5.3: Die Gesundheitsausgaben als reine Funktion der Restlebenszeit vor und nach einer Verlängerung der ökonomischen Morbiditätsphase im Sinne von Manton .... 216 Abbildung 5.4: Die Gesundheitsausgaben als reine Funktion des kalendarischen Alters vor und nach einer Verkürzung der ökonomischen Morbiditätsphase im Sinne von Fries ... 218 Abbildung A. l: Durchlebte Lebensjahre im Altersintervall [ x, x + n) ....... 270 Abbildung A.2: LEXIS-Diagramm zur Berechnung altersspezifischer Sterbewahrscheinlichkeiten für Kohorten ..................... 276 Abbildung A.3: LEXIS-Diagramm zur Berechnung der Säuglingssterbe- wahrscheinlichkeit auf Periodenbasis ......................... 279 XIII Tabellenverzeichnis Tabelle 3.1: Tabelle 3.2: Tabelle 3.3: Tabelle 3.4: Tabelle 3.5: Tabelle 3.6: Tabelle 3.7: Tabelle 3.8: Tabelle 3.9: Tabelle 3.10: Tabelle 3.11: XIV Illustration der Methode der „Extinct Generations" am Beispiel der Rekonstruktion der Jahresend- bevölkerung 1990 der Frauen ..................................... 91 Mittlere Quotienten aus der jeweiligen Anzahl der tatsächlich gestorbenen Frauen und dem korrespondierenden Rosenwaike-Schätzwert .................. 95 Geschätzte Zahl der in den Kalenderjahren nach 2003 versterbenden Frauen der Kohorten 1890 bis 1912 ........... 99 Steigungen und Bestimmtheitsmaße von Regressions- geraden an die (ferneren) Lebenserwartungswerte ausgewählter Altersstufen für den Zeitraum von 1964 bis 2003 nach Geschlecht ....................................... 108 Relative Zunahmen der (ferneren) Lebenserwartungs- werte ausgewählter Altersstufen im Untersuchungs- zeitraum nach Geschlecht ....................................... 109 Prozentuale (in Klammem: absolute) Beiträge einzelner Altersklassen zur Erhöhung der Lebenserwartung bei der Geburt im Untersuchungszeitraum nach Geschlecht.... 110 Prozentuale „Geschwindigkeiten" altersklassen- spezifischer Mortalitätsveränderungen im Unter- suchungszeitraum nach Geschlecht. ........................... 111 Steigungen und Bestimmtheitsmaße von Regressions- geraden an die Standardabweichungen des Sterbealters für den Zeitraum von 1964 bis 2003 bei sukzessivem Ausschluss unterer Altersgruppen nach Geschlecht ......... 115 Steigungen und Bestimmtheitsmaße von Regressions- geraden an die Variationskoeffizienten des Sterbealters für den Zeitraum von 1964 bis 2003 bei sukzessivem Ausschluss unterer Altersgruppen nach Geschlecht ......... 116 Steigungen und Bestimmtheitsmaße (in Klammem) von Regressionsgeraden an das 90%- bzw. 99%-Perzentil- sterbealter für den Zeitraum von 1964 bis 2003 bei sukzessivem Ausschluss unterer Altersgruppen nach Geschlecht ......................................................... 118 Relative Zunahmen der 90%- und 99%-Perzentil- sterbealter im Untersuchungszeitraum bei sukzessivem Ausschluss unterer Altersgruppen nach Geschlecht. ........ 119 Tabelle 3.12: Tabelle 3.13: Tabelle 3.14: Tabelle 3.15: Tabelle 3.16: Tabelle 4.1: Tabelle 4.2: Tabelle 4.3: Steigungen und Bestimmtheitsmaße von Regressions- geraden an den Zähler von Keyfitz' H für den Zeitraum von 1964 bis 2003 bei sukzessivem Ausschluss unterer Altersgruppen nach Geschlecht ................................. 121 Steigungen und Bestimmtheitsmaße von Regressions- geraden an Keyfitz' H für den Zeitraum von 1964 bis 2003 bei sukzessivem Ausschluss unterer Altersgruppen nach Geschlecht .................................................. 125 Steigungen und Bestimmtheitsmaße von Regressions- geraden an den absoluten Rektangularisierungsgrad „absRgrad" für den Zeitraum von 1964 bis 2003 bei sukzessivem Ausschluss unterer Altersgruppen nach Geschlecht ......................................................... 127 Steigungen und Bestimmtheitsmaße von Regressions- geraden an den relativen Rektangularisierungsgrad „relRgrad" für den Zeitraum von 1964 bis 2003 bei sukzessivem Ausschluss unterer Altersgruppen nach Geschlecht ......................................................... 128 Tatsächliche altersspezifische Sterbewahrscheinlich- keiten ab dem Alter l 00 für die spätestens im Jahr 2003 ausgelöschten Geburtsjahrgänge 1864 bis 1889 ............. 131 Temporäre und morbiditätsbelastete temporäre Lebenserwartungen (in Jahren) der Jahrgänge 1913, 1928, 1943, 1958 und 1973 in ausgewählten Alters- klassen für den Morbiditätsindikator „Selbstein- schätzung des Vorliegens einer Krankheit bzw. Unfallverletzung" (Männer) .................................... 180 Temporäre und morbiditätsbelastete temporäre Lebenserwartungen (in Jahren) der Jahrgänge 1913, 1928, 1943, 1958 und 1973 in ausgewählten Alters- klassen für den Morbiditätsindikator „Selbstein- schätzung des Vorliegens einer Krankheit bzw. Unfallverletzung" (Frauen) ..................................... 181 Temporäre und morbiditätsbelastete temporäre Lebenserwartungen (in Jahren) der Jahrgänge 1932, 1940, 1948, 1956, 1964, 1972 und 1980 in ausgewählten Altersklassen für den Morbiditätsindikator „Vorliegen einer Schwerbehinderung" (Männer) .......................... 186 XV Tabelle 4.4: Tabelle 4.5: Tabelle 4.6: Tabelle 8.1: Tabelle 8.2: Tabelle 8.3: Tabelle 8.4: Tabelle 8.5: Tabelle 8.6: Tabelle 8.7: Tabelle 8.8: Tabelle 8.9: XVI Temporäre und morbiditätsbelastete temporäre Lebenserwartungen (in Jahren) der Jahrgänge 1932, 1940, 1948, 1956, 1964, 1972 und 1980 in ausgewählten Altersklassen für den Morbiditätsindikator „Vorliegen einer Schwerbehinderung" (Frauen) ........................... 187 Temporäre Lebenserwartungen (in Jahren) und Pro- Kopf-Arzneiverbrauch (in DDD's) für die Jahrgänge 1912, 1920, 1928, 1936, 1944, 1952, 1960 und 1968 in ausgewählten Altersklassen (Männer und Frauen) ....... 192 Pro-Kopf-Arzneiverbrauch (in DDD ·s) je durchlebtes Altersjahr für die Jahrgänge 1912, 1920, 1928, 1936, 1944, 1952, 1960 und 1968 in ausgewählten Alters- klassen (Männer und Frauen) ................................... 193 Mittlere Quotienten aus der jeweiligen Anzahl der tatsächlich gestorbenen Männer und dem korrespondierenden Rosenwaike-Schätzwert ................ 299 Geschätzte Zahl der in den Kalenderjahren nach 2003 versterbenden Männer der Kohorten 1890 bis 1912 ......... 300 Entwicklung der Lebenserwartung bei der Geburt und in ausgewählten Altersstufen von 1964 bis 2003 (Männer) ........................................................... 301 Entwicklung der Lebenserwartung bei der Geburt und in ausgewählten Altersstufen von 1964 bis 2003 (Frauen) ............................................................ 302 Entwicklung der Standardabweichung des Sterbealters von 1964 bis 2003 bei sukzessivem Ausschluss unterer Altersgruppen (Männer) ......................................... 303 Entwicklung der Standardabweichung des Sterbealters von 1964 bis 2003 bei sukzessivem Ausschluss unterer Altersgruppen (Frauen) .......................................... 304 Entwicklung des Variationskoeffizienten des Sterbe- alters von 1964 bis 2003 bei sukzessivem Ausschluss unterer Altersgruppen (Männer) ............................... 305 Entwicklung des Variationskoeffizienten des Sterbe- alters von 1964 bis 2003 bei sukzessivem Ausschluss unterer Altersgruppen (Frauen) ................................. 306 Entwicklung des 90%-Perzentilsterbealters von 1964 bis 2003 bei sukzessivem Ausschluss unterer Alters- gruppen (Männer) ................................................ 307 Tabelle 8.10: Tabelle B.11: Tabelle B.12: Tabelle B.13: Tabelle B.14: Tabelle 8.15: Tabelle 8.16: Tabelle 8.17: Tabelle 8.18: Tabelle 8.19: Tabelle 8.20: Tabelle B.21: Entwicklung des 90%-Perzentilsterbealters von 1964 bis 2003 bei sukzessivem Ausschluss unterer Alters- gruppen (Frauen) ................................................. 308 Entwicklung des 99%-Perzentilsterbealters von 1964 bis 2003 bei sukzessivem Ausschluss unterer Alters- gruppen (Männer) ................................................ 309 Entwicklung des 99%-Perzentilsterbealters von 1964 bis 2003 bei sukzessivem Ausschluss unterer Alters- gruppen (Frauen) ................................................. 310 Entwicklung des Zählers von Keyfitz' H von 1964 bis 2003 bei sukzessivem Ausschluss unterer Altersgruppen (Männer) ........................................................... 311 Entwicklung des Zählers von Keyfitz' H von 1964 bis 2003 bei sukzessivem Ausschluss unterer Altersgruppen (Frauen) ............................................................ 312 Entwicklung von Keyfitz' H von 1964 bis 2003 bei sukzessivem Ausschluss unterer Altersgruppen (Männer) ........................................................... 313 Entwicklung von Keyfitz' H von 1964 bis 2003 bei sukzessivem Ausschluss unterer Altersgruppen (Frauen) ............................................................ 314 Entwicklung des absoluten Rektangularisierungsgrads „absRgrad" von 1964 bis 2003 bei sukzessivem Ausschluss unterer Altersgruppen (Männer) ................. 315 Entwicklung des absoluten Rektangularisierungsgrads „absRgrad" von 1964 bis 2003 bei sukzessivem Ausschluss unterer Altersgruppen (Frauen) .................. 316 Entwicklung des relativen Rektangularisierungsgrads „relRgrad" von 1964 bis 2003 bei sukzessivem Ausschluss unterer Altersgruppen (Männer) ................. 317 Entwicklung des relativen Rektangularisierungsgrads „relRgrad" von 1964 bis 2003 bei sukzessivem Ausschluss unterer Altersgruppen (Frauen) .................. 318 Geschätzte altersspezifische Prävalenzraten für den Morbiditätsindikator „Selbsteinschätzung des Vorliegens einer Krankheit bzw. Unfallverletzung" (Mikrozensus) für ausgewählte Altersstufen und Kohorten (Männer) ...... 319 XVII Tabelle 8.22: XVIII Geschätzte altersspezifische Prävalenzraten für den Morbiditätsindikator „Selbsteinschätzung des Vorliegens einer Krankheit bzw. Unfallverletzung" (Mikrozensus) für ausgewählte Altersstufen und Kohorten (Frauen) ....... 320