Das Junge Konto, dasalles kann. B Kundenkarte für den | Geldautomaten. ® Zinsen wie beim Sparbuch. EM Bargeldlios zahlen. @ Halbe Mindestprovision bei Wertpapierkauf und -verkauf. BE Das Junge Konto, natürlich kostenlos. Exklusiv für Schüler, Auszubildende und Studenten. Kant- Gymnasium Boppard Jahres- chronik 1994/1995 Wir machen den Weg frei Chronik des Kant - Gymnasiums Boppard 1994 / 1995 vx Volksbank Boppard eG Die Jahre 1994/1995 Impressum Herausgeber Kant-Gymnasium Mainzerstraße 24 56154 Boppard Telefon 06742/2235 Telefax 06742/5947 Redaktion Thomas Messemer Layout Franz Anton Titelbild Kurt Grün Fotos Imke Blankemeyer, Ute Hachemer Druck Johannes Fuck Rübenacher Str. 88 56072 Koblenz Werbung Richard Ternus Schrift Ingrid Bock, Ingrid Carbach, Anne Klich Chronik 4 Vorwort Die Jahre 1994/1995 Ra FE EEE IR N ar Be ne Nas Liebe Leserin, lieber Leser, mit der Herausgabe einer ersten Jahreschronik des Kant- Gymnasiums wagen wir einen Versuch. Dabei hoffen und wünschen wir, daß dieser Versuch in den kommenden Jahren allmählich zum Dauerexperiment und im ein- oder zweijähri- gen Rhythmus zur Tradition wird. Diese Schrift soll Aufgaben unterschiedlicher Art erfül- len, so zum Beispiel: - Einblick geben in den Schulalltag und damit Verständnis wecken für die Arbeit und das Leben an unserer Schule, - den Fachschaften ein Forum zur Selbstdarstellung bieten, - durch Beiträge “Ehemaliger” den heutigen Schülerinnen und Schülern einen Ausblick auf die Zeit nach dem Abitur eröffnen, - helfen, den Kontakt zu “Ehemaligen und Freunden” der Schule herzustellen, zu erhalten oder zu vertiefen. Aus diesem Grund wendet sie sich an Eltern, Ehemalige und Freunde ebenso wie an das Kollegium und die Schüler- schaft des Kant-Gymnasiums. Gleichzeitig soll sie natürlich auch allen Adressaten die Möglichkeit bieten, selbst Artikel zu veröffentlichen und somit zur Mitarbeit anregen. Aller Anfang ist schwer, und der gestellte Anspruch wird einer kritischen Überprüfung nicht immer standhalten. So sehen wir, wie oben schon gesagt, in der Herausgabe ein Wagnis: die Chronik kann heute und auch zukünftig keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Perfektion ist nicht möglich, da sie aus dem Schulalltag entsteht. Dennoch glauben wir, daß sich ein solches Wagnis lohnt. Allen, die zur Gestaltung der ersten Ausgabe beigetragen haben, danken wir ganz herzlich. Wir würden uns freuen, wenn durch die geleistete Arbeit und die Lektüre der Schrift dem Kant-Gymnasium neue FreundeundderRedaktion viele Helfer für die Arbeit in den kommenden Jahren gewonnen würden. Franz Anton Thomas Messemer Chronik 5 Die Jahre 1994/1995 DE a en ee a ee SE ra HE Va EN De En Was war los am Kant-Gymnasium? 1994 04.05. 18.05. 19. - 12.06. 06.06. 16.06. 16.06. 18.06. 22.06. 17.-18.08. 30.08. 01. - 12.09. Der Elternbeirat veranstaltet eine Podiumsdiskus- sion mit den bildungspolitischen Sprechern der Parteien Die Stufen 9 bis 12 sehen den Film “Schindlers Liste” im “Odeon in Koblenz” Ausstellung der Kurse Bildende Kunst der Stufe 13 im Bopparder Museum in der Alten Burg mit Frau Blankemeyer und Frau Braig Aufführung “Karneval der Tiere” mit der Klasse 6c unter Leitung von Herrn Will Konzert unter Leitung von Herrn Dr. Ternes in der Bundesakademie Schüler der Klasse 7a spielen mit Herrn Will “Peter und der Wolf” für die Stufen 5 bis 7 Verabschiedung der Abiturienten 1994 Premiere der Revue “Strapse - Chaos - Paragra- phen” mit der AG Darstellendes Spiel unter Leitung von Frau Hackbarth Wanderfahrt der Klasse 5b nach Haus Kolben- stein mit Herrn Dr. Bengart OStR Hanß wird pensioniert Unter Leitung von Frau Göddeke und Herrm Mersch fährt eine Schülergruppe zu unserer Part- nerschule nach Penzance in Cornwall Chronik 6 Die Jahre 1994/1995 15.09. 01. - 09.10. 24. - 25.10. 28. - 30.10. 16. - 18.11. 25.11. 02.12. 07.12. 20.12. 1995 10.01. 11.01. “Sommerhofkonzert” aller Musik - AG’s unter Leitung von Herrn Dr. Ternes und Herrn Will Studienfahrt der Stufe 12 nach Berlin unter Lei tung von Frau und Herrn Hackbarth, bzw. in die Toscana unter Leitung von Frau Blankemeyer, Herrn Michel und Herrn Sappok Projekttage “Suchtprävention” mit den 8. Klassen unter Leitung von Frau Göddeke | Teilnahme von Schülerinnen und Schülern der Oberstufe an Projekttagen in Saarburg zum Thema “Gewalt” unter Leitung von Frau Hack- barth Chor- und Ensembleprobe zu “Anatevka” in Kirchähr unter Leitung von Herrn Will Elternsprechtag Die Klasse 10 b fährt nach Koblenz zum Sozialge- richt Ein Biologie - Grundkurs der Stufe 13 besucht mit Herrn Dr. Bengart das landwirtschaftliche Semi- nar in Emmelshausen Klasse 9 c und Stufe 13 fahren nach Bonn ins Haus der Geschichte Die Klasse 7 c fährt mit Frau Blankemeyer ins Gutenbergmuseum nach Mainz 2 Mathematik-Grundkurse der Stufe 12 fahren mit Herrn Schmidt zum Stat. Landesamt nach Bad Ems Chronik 7 Die Jahre 1994/1995 19.01. Der Sozialkundekurs von Herrn Wendling fährt zum Landtag nach Mainz 23. - 25.01. Intensivprobe der Theater AG Izu “Anatevka” im Haus Kolbenstein 26. - 27.01. Intensivprobe der Theater AG II zu “Streik der Dienstmädchen” im Haus Kolbenstein | 27.01. Bundesjugendspiele im Schwimmen für die 5. Klassen 02.02. Die Stufe 12 besucht mit Frau Eckhard die Uni Mainz zum "Tag der offenen Tür" 06.02. Englisches Theater 11. - 18.02. Skischullandheimaufenthalt der Klasse 9b in Alpbach/Tirol mit Frau Lehnhardt, Herrn Schenk und dem Schulleiter 14.02. Waldjugendspiele der 7c in Kirchberg 07.03. Premiere der Theaterinszenierung “Streik der Dienstmädchen” mit der AG Darstellendes Spiel unter Leitung von Herrn Hackbarth 24.03. Bundesjugendspiele der Sekundarstufe I 13. - 24.04. Besuch der Austauschpartner aus England in Boppard 24. - 28.04. Schullandheimaufenthalt der Klasse 10a im All- gäu mit Herrn Dr. Schmitt-Steinforth und Frau Sentis 10.05. "Jugend trainiert für Olympia" - Tischtennis Final- teilnahme in Altenkirchen mit Herrn Strack Chronik 8 Die Jahre 1994/1995 22. - 26.05. 30.05. 08.06. 21.06. 22.06. 23.06. 01.07. 03.07. 31.07. 25.08.-3.09. 30.08. 0.4. - 09.09. 13.09. Segelfahrt der 10b auf dem Ijsselmeer mit Frau Carbach und Herrn Messemer "Jugend trainiert für Olympia" - Tennis in Sim- mern mit Herrn Wendling Waldjugendspiele der 7a in Kirchberg "Jugend Trainiert für Olympia" - Tennis Finalteil- nahme in Wissen mit Herrn Schenk Premiere “Anatevka”, weitere Aufführungen am 24./25./26.6., 28.u. 29.6., 3.u.4.7.95 Verabschiedung der Abiturienten 1995 Schulbuchbasar Die Rudermannschaft des Kant-Gymnasiums qualifiziert sich für das Bundesfinale in Berlin OStR Ternus wird pensioniert Studienfahrt der Stufe 12 mit Herrn Sappok in die Toscana, nach London mit Frau Blankemeyer und Herrn Hackbarth und zum Ijsselmeer mit Frau Becher-Böcker und Herrn Karrasch Die Klassen 10a und 10b mit den Lehrern Braig, Gläser und Will besuchen die Gedenkstätte in Hadamar Klassenfahrt der 9c nach Saarburg unter Leitung von Frau Mißling und Herrn Brühl Die 8c fährt als Gewinner bei den "Waldjugend- spielen" mit Herrn Dr. Bengart in den Eifelpark bei Gondorf Chronik 9 Die Jahre 1994/1995 EIFTTIREIETERINEINT TERN ET IETZEEEESEDTELLEEUNEDETER 04. - 06.09. Die 10. Klassen besuchen das BIZ in Koblenz 18. - 22.09. Schullandheimaufenthalt der 9a in Hellenthal in der Eifel in Begleitung von Frau Gerhard und Herrn Kirchner 19. - 24.09. Die Rudermannschaft fährt nach Berlin 21.9.- 5.10 Ausstellung von Schülerarbeiten zum Thema "Nachbar Amerika’ im Rahmen des Kultursom- mers '95 im Karmelitergebäude unter Leitung von Frau Blankemeyer und Frau Bender vom Gymna- sıum Lauterecken 31.09. OStR Schell wird pensioniert 24. - 25.10. Lk 12 Biologie arbeitet mit Herrn Dr. Bengart und Herrn Dr. Wahl in der Biologiestation Bettenfeld 13.11. Lk 13 Physik besucht mit Herrn Schmidt das Windkraftwerk in Beltheim 21.11.-1.12. 4 polnische Schülerinnen und Schüler vom “Liceum Ogolnoksztaicace” in Debica sind in unserer Schule zu Gast 22.- 23.11. Freizeit der Klasse 5a im Haus Kolbenstein mit Frau Blankemeyer und Herrn Will 29.11. Teilnahme der Handball AG am Wettbewerb "Jugend trainiert für Olympia" in Andernach unter Leitung von Herrn Persel 31.11. OStR Lutz wird pensioniert 19.12. Weihnachtskonzert in der Christuskirche unter Leitung von Herrn Dr. Ternes Chronik 10 „Bevor mir der Kopf raucht, muß es schon ganz schön dick kommen. Streß hat bei mir keine Chance. Da weiß ich was Besseres: Autogenes Training, Anti-Streß-Kurse und viel Sport und Bewe- gung. Alles Tips, die ich von der ADK bekommen habe. Dort finde ich immer kompetente Ansprech- partner in allen Fragen der Gesundheit und Sozial- versicherung. Gute Leistungen und besten Service bieten die sowieso. So kann ich mich in aller Ruhe auf die Prüfung vorbereiten und einen kühlen Kopf bewahren. Was will ich mehr?" Für Ihre Gesundheit machen wir uns stark. Ja, ich will mehr wissen über die Vorteile einer Mitgliedschaft in der Gesundheitskasse AOK wissen. Name Straße Ort Oder rufen Sie mich direkt an. Telefon Ich bin O Schöler/in O Studentin OÖ Auszubildendejr eine Postkarte kleben oder in sinen stecken und an die ADK schicken (die Adresse steht, falle nicht | | | | | | Coupon eintsch ausschneiden, auf | | | bekannt, im Telefonbuch). Die SESNUn ea | | Die Jahre 1994/1995 rare EEE TRESEIDEEETEDNESZER Schulelternsprecher Herr Dr. Hansjürgen Götz Stellvertreter des Elternsprechers Herr Heinz Hennchen Mitglieder des Schulelternbeirats Frau Relinde Dormann Herr Hans Jürgen Eulenborn Frau Ayse Friedrich Herr Alfred Grunenberg Frau Beate Loskant Herr Klaus Sanders Herr Gerhard Sprotte Herr Alfons Volk Frau Ingrid Wirth Stellvertreter(innen) Frau Monika Fischer Frau Silvia Freitag Frau Eleonore Herrmann Frau Verena Koch Frau Heike Liesenfeld Frau Eugenie Müller Frau Helga Neiser Herr Helmut Schweitzer Frau Monika Theis Frau Angelika Tischer Frau Hiltrud Zimmer Chronik 12 Die Jahre 1994/1995 Klassenelternsprecher/innen und Vertreterlinnen: Klasse 5a: Klasse 5b: Klasse 5c: Klasse 5d: Klasse 6a: Klasse 6b: Klasse 6c: Klasse 6d: Klasse 7a: Klasse 7b: Klasse 7c: Klasse 8a: Frau Roswitha Mahlberg Herr Reimund Schappeler Frau Gabriele Behrendt Frau Hiltrud Zimmer Herr Franz-Josef Stoffel Frau Rita Kneip Herr Alfred Grunenberg Frau Kornelia Neubauer Herr Horst Eimuth Frau Ursula Schneider Herr Reinhold Koch Frau Eleonore Herrmann Herr Rüdiger Lecher Frau Talat Mazhar Herr Wilfried Zittlau Herr Dr. Rolf Wilsch Frau Marina Salzig Frau Ayse Friedrich Frau Ewa Kockelmann Frau Martina Becker Herr Heinz Hennchen Frau Martina Porz Frau Monika Fischer Frau Ingrid Wirth Chronik 13 Die Jahre 1994/1995 Die Jahre 1994/1995 Fre EEE Klasse 8b: - Frau Monika Dötsch Schülervertretung Frau Britta Sokol Klasse SV - Vorstand 1994/95 Frau Anneliese Bersch u Holger Fuhrmann Schülersprecher Klasse &d: BAU Ola Theıs Moghan Sultanie Vertreterin Frau Anna-Lena Pelzer Ellen Prümm Frau Cornelia Novy SV - Vorstand 1995/96 Klasse 9a: : Frau Ingrid Schulz Andre Gewehr Schülersprecher 21 Frau Elisabeth Becker Moghan Sultanie Vertreterin asse Ib: Iris Thiel Herr Rainer Salzig Herr Heinz Hennchen Klasse 9c: Herr Hartmut Lanz Frau Birgit Reiner Klasse 10a: 2 : Frau Elisabeth Kirchner Modemer Büro - und Schreibwarenbedarf Frau Beate Reif Klasse 10b: | Frau Barbara Wiese = N 4 h Klasse 10c: Herr Dr. Hansjürgen Götz | : i ; ; Frau Angelika St I ii Heerstraße 191 - 56154 Boppard - Tel. 06742°; 3101 - Fax 81330 Klasse 11a: Frau Relinde Dormann Herr Heinz Bach Klasse 11b: H ü Ströh ; - Er Fre narclooef Wagner Zeitschriften - Tabakwaren - Grußkarten Stufe 12 n oc r ; x Frau Karin Barth Büroeinrichtungen - Computerzubehör Herr Dr. Rolf-Dieter Gastauer Frau Laurence Neumann-Overholthaus Anzeigenannahme für "Rund um Boppard” und "Rhein-Zeitung" Herrn Friedhelm Wilberg Herr Helmut Schweitzer Frau Doris Sunthimer Chronik 14 Chronik 15 Die Jahre 1994/1995 Klassen- und Stammkurssprecher 1995/96 5a Andreas Bach Carina Kraus 9b Christine Manko Matthias Agirdogan IC Christopher Schneider Esther Deffner Id Anna Mees Martin Kleemann 6a Iris Mohr Arne Eimuth 6b Dennis Johann Manuel Ersch 6C Sebastian Wolf Manuela Christ 6d Florian Weisbrod Kathrin Dempe 7a Reiner Becker Jörg Bach 7b Andreas Krambrich Heike Gras 7C Sophia Koch Friederike Giese 8a Theresa Dillmann Eva Wirth 8b Sophia Dillmann Markus Schäfer Sc Dominik Wolf Philipp Hachenberg 8d Volker Werner Anne Kruse 9a Sylvia Spitz Katrin Schulz 9b Christian Boos Jutta Leimenstoll Ic Katja Stoffel Kristina Schlupp 10a Bernhard Frauenberger Christoph Adolphs 10b Friederike Schüle Christian Tischer 10c Ina Bethamnn Dorothee Achenbach 1la Martina Bock Eva Schneider 11b Jörg Frister Anna Schüle 12 D1 Christian Hachmer Moghan Sultanie 12d1 Andreas Greunke Kerstin Wilberg 12d2 Cornelis Denhart Iris Thiel 13M1 Andre Gewehr Petra Krautkrämer 13m1 Sonja Dornhoeffer Matthias Vogt 13m2 Carolin Mayeh Tamara Graß 13m 3 Jörn Staschke Nina Brix Chronik 16 Die Jahre 1994/1995 Das Kollegium 1995/1996 Frau Christa Albert eR, F Herr H.-Gottlieb Albert eR Herr Franz Anton M,Ph Frau Anne Becher-Böcker M, Ek Herr Hans-Willm Behlich Bio.Ch Herr Dr. Heinz Bengart Bio, Ch Frau Imke Blankemeyer Bk, F Herr Engelbert Braig D,G Frau Inge Braig Bk, Ek Herr Willi Brühl G, Ek, Sk Herr Armin Eckhard E, Ek Frau Stefanie Eckhard D,F Frau Elisabeth Eikel Spa Herr Joachim Fingerhut F, Sk Frau Mathilde Gerhard Sp Herr Bernd Gläser M,Ph Frau Gabriele Göddeke Bio, Ch Frau Beate Hackbarth D, Sk Herr Siegfried Hackbarth D, Sk Frau Sybille Herrmann E, Ek Frau Rosemarie Hillebrand L,F Herr Leonhard Kaldenbach M,Ph Herr Günter Karrasch D,G, Sk Herr Jürgen Kirchner M,Ph Frau Brgitte Klossok D, Ek Frau Elisabeth Knopp L,G Frau Petra Linnenweber F, Ek Herr Burkhart Lutz D,G Frau Daniela Mang Mu, E Herr Hans Mersch E,Sp Frau Helga Mersch ) Herr Thomas Messemer E,G Frau Monique Michel M,G Herr Paul Michel M,Ph Frau Christiane Mißling D, Herr Walter Müller Bio, Ch Chronik 17 Die Jahre 1994/1995 -% = Frau Susanne Oeljeschl.-Köhlen E, Spa Herr Rainer Persel kR, Sk Herr Markus Richter kR, F Herr Bernd Sappok D,G Herr Franz Schell E,F Herr Joachim Schenk Mu, kR Herr Peter Schenk Sp Herr Wolfgang Schmidt , : ' M,Ph Herr Dr. Thomas Schmitt-Steinforth - Bio, Ch Herr Dr. Hans Schunk D,E Frau Angelika Steinforth D, Sp Frau Isabella Stier-Massing E,F Herr Johannes Strack L,F Herr Hans Dr. Ternes Mu Herr Richard Ternus M,Ph Frau Anna-Elisabeth Umlauf L,F Frau Waltraud Weiler Bk, Sp Herr Hans Wendling Sk, Sp Herr Ulrich Will Mu,kR Herr Harald Wolff-Boenisch E, Ek Herr Horst Zöbel E, Ek Referendare: Frau Ursula Kleffner Mu, Bio Frau Bernhild Vanegas D, kR Frau Brigitte Hetz Ch, Sp Herr Dr. Götz Wahl Bio, Ch Frau Barbara Wendling M,E Femdsprachenassistentinnen: Frau Catherine Sentis Frau Chloe Payne Chronik 18 Die Jahre 1994/1995 Mitglieder im Schulausschuß 1995/96 Eltern: | Frau Dormann Frau Wirth Herr Sanders Lehrer: Frau Steinforth Herr Karrasch Herr Hackbarth Schüler: Andre Gewehr Moghan Sultanie Iris Thiel Mitglieder im Schulbuchausschuß 1995/96 Chronik 19 Die Jahre 1994/1995 Klasse 5a (1995/96) Die Reihen von hinten nach vorne und von links nach rechts Sabine Strack, Judith Boos, Sarah Liesenfeld, Manuela Strack, Christopher Weiß, Elisabeth Eberz, Herr Will Miriam Liesenfeld, Ina Düppengießer, Manuela Mahlberg, Sonja Steffens, Christopher Brack, Yasar Honneth, Tobias Querbach Jana Möbus, Bastian Friedrich, Jennifer von Eyhs, Kerstin Weber, Markus Schappeler, Andreas Bach, Corinna Durst, Judith Bast, Dominik Loskant, Tobias Neiser, Katharina Weingart, Florian Nörtersheuser, Carina Kraus, Vimal Vattapillil Chronik 20 Klasse 5b 1995/96 Die Reihen von hinten nach vorne und von links nach rechts Christoph Ringleb, Florian Lohn, Felicitas von Witzendorf, Julia Günther, Julia Holtey Mathias Agirdogan, Christian Gregorius, Daniel Keßler, Robert Schmitt, Christine Manko, Corinna Behrendt, Seba- stian Zimmer Michael Winkler, Sebastian Klein, Fabian Häser, Thomas Baumann, David Forster, Michael Bade, Sarah Aliani, Katja Klingen, Yvonne Gerstner Frau Göddeke, Normann Lipmann, Helge Simon, David Gipp, Ulrike Köther, Simone Volk, Mehtap Virit Chronik 21 Klasse 5c (1995/96) Die Reihen von hinten nach vorne und von links nach rechts Miriam Halfmann, Nina Liesenfeld, Julia Wassermann, Annika Elm, Susanne Boos, Nina Neubauer, Judith Koob, Thomas Plume, Simon Kohm, Christian Stoffel, Christopher Schneider, Jennifer Petry, Esther Breder, Herr Messemer, Hilmar Evers, Thiemo Ginster, Michael Bach, Lars Pinger, Christine Ruschel, Helena Ponstein, Jenny Assenmacher, Daniel Deffner, Simon Kneib, John Robin Steker, Johannes Pederzani, Victor Kossak, Katja Liesenfeld, Annika Schlupp, Stefanie Müller Chronik 22 Die Jahre 1994/1995 FINE EEE DEBEBZWETTEET DEREN Die Reihen von hinten nach vorne und von links nach rechts Nadine Krebs, Nadja Frömmgen, Anna Mees, Martin Klee- mann, Herr Karrasch, Alexander Neubauer, Navina Knox, Thomas Sachs, Ronelaine Baslot Eva Belzer, Tobias Kordel, Simon Hohl, Johannes Nickenig, Daniel Schröder, Christina Thelen, Johanna Horchler, Thomas Dötsch, Eric Kossac, David Natter, Rebecca Villars-Perez, Silvia Leitz Kathrin Sprotte, Alexandra Bergmann, Anke Bersch, Benedikt Grunenberg, Peter Vogt, Martin Beicht, Benjamin Porz Chronik 23 Abiturjahrgang 1994 Ackermann Sandra Goethestraße 1 Boppard Andres Kerstin Rhein-Mosel-Straße 55 a Beulich Appel Anja Südstraße 10 Boppard Bauer Carsten In den Wiesen 11 Boppard Birkelbach Daniela Gartenstraße 5 Norarth Bock Michael Auweg 46 Boppard Bock Tanja Im Langgarten 2 Boppard Broer Eva Zeisigweg 11 Boppard Daute Ulrich Hauptstraße 6 Leiningen Eckhard Stefan Buchenauerstraße 53 Boppard Hachmer Thorsten Kirchstraße 23 Boppard Hammes Stephan Rhein-Mosel-Straße 1013 Gondersh. Karbach Michaela Rheinstraße 60 Boppard Kneib Gerrit Rhein-Mosel-Straße 27 a Gondersh. Lehnhardt Jochen Tannenweg 7 Gondersh. Lübbert Matthias Casinostraße 26 a Boppard Mate Andreas Buchenauer Straße 3 Boppard Mersch Alexa Wieselweg 4 Boppard Mezynski, von Andrea Runertstraße 1 Emmelsh. Neis Matthias Im Blütenhain 52 Boppard Neubauer Frank Südhang 11 Dörth Neumann-Overh. Sophie Andreas-Schüller-Str.26 Boppard Neyer Dirk Bopparder Straße 37 Boppard Pies Daniel Römerstraße 10 Beulich Reuter Tanja Auf der Steinrausch 1 Boppard Röhl Christiane Pielstraße 17 Boppard Röser Christiane Mainzer Straße 57 Spay Roos Mathias Kastanienstraße 25 Boppard Sanders Julia Rhein-Mosel-Straße 4 Emmelsh. Schneider Julia Andreas-Schüller-Straße 5 Boppard Schuhmacher Tina Schillerstraße 11 Boppard Schweizer Manuela Nagelgasse 2 Boppard Simon Kirsten Rheinbabenallee 22 Boppard Spitzley Michael Im Maueracker 37 Spay Strömann Heiko Hasenacker 2 Boppard Sultanie Suleiman Ohlenfeldstraße 1 Boppard Tittizer Lars Mozartstraße 7 Boppard Vogt Timo Schlüsselstraße 2 Boppard Wagner Marc Schöneckerstraße 6 Beulich Wernscheidt Thorsten Koblenzer Straße 223 Boppard Wirth Barbara Libellenweg 5 Boppard Wirth Christiane Buchenauerstraße 18 Boppard Wirth Susanne Buchenauer Straße 18 Boppard Wohlfeld Anja Auf der Zeil 32 Boppard Zastrow Thomas Maria-Terwiel-Str. 7 Boppard Abiturientenverabschiedung Chronik 25 Die Jahre 1994/1995 Abiturientenverabschiedung ie ERTEETTE Rede an den Abiturjahrgang 1994 Siegfried Hackbarth Meine sehr geehrten Damen und Herren, sehr geehrter Herr Anton, liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, sehr geehrte Eltern, liebe Abiturientinnen, liebe Abiturienten. | Ihr, die ehemaligen 13-er,steht berechtigterweise im Mit- telpunkt des heutigen Abends.Für.Euch und all diejenigen, die Euch bis zu diesem Lebensabschnitt begleitet haben, ist dies ein Tag der Freude! Mit Schmunzeln und vielleicht auch etwas Wehmut werden Eure Eltern sich unzähliger Episoden aus 9 Jahren gymnasialer Bildung erinnern. Ihr Anteilan der Bewältigung dieses Lebens- abschnittes dürfteschwer meßbar, aber keineswegs gering sein, obwohl jeder von Euch in höchst unterschiedlicher Weise des Trostes am Mittagstisch, der ermunternden Worte am Abend - etwa vor einer “entscheidenden Klassenarbeit”- bedurfte! Daß Ihr dieser Möglichkeit in der Regel gewiß sein konntet, ist so selbstverständlich nicht. Daß Euch dies bewußt ist und Ihr deshalb den Beitrag Eurer Eltern in dankbarer Erinnerung behaltet, bin ich sicher. Als Lehrer und damit Teil derjenigen Gruppe, die wie Eure Eltern die Infrastruktur für einen erfolgreichen Schulab- schluß schuf, muß oder darfich mich sozusagen "ex officio” mit der Frage auseinandersetzen, wie esum den Anteil desSystems Schule und uns Lehrern bei der Bewältigung dieses Lebensab- schnittes bestellt ist. Dabei geht es mir heute nicht in erster Linie um die Beleuchtung unseres Beitrages zu Eurem schulischen Erfolg, sondern darum, was über die Vermittlung vonSachwissen und Fertigkeiten hinaus “Anderes ” auf Euch eingewirkt hat. Dieses “Andere” treibt mich seit geraumer Zeit um und ist verantwort- lich dafür, daß ich durchaus bereitwillig die Gelegenheit ergrif- fen habe, am heutigen Abend ein paar Gedanken und Empfin- dungen hier vorzutragen. Den Anlaß dazu bot eine Unterrichts- stunde - in meinem nunmehr ehemaligen Leistungskurs Deutsch - an einem jener trüben Tage zwischen Winter und Frühjahr. Sicher nicht nur an diesem Tag, aber an diesem Tag besonders Chronik 26 Abiturientenverabschiedung Die Jahre 1994/1995 De Re a REN ne ae a Ban en intensiv, führte die Erörterung fachspezifischer Fragen gegen Ende der Unterrichtsstunde zur Diskussion menschlicher Grundbefindlichkeit! Wenn ich jetzt gestehe, daß dies sich bei der unterrichtli- chen Behandlung des Fauststoffes ereignet hat, glaubt mir das selbstverständlich niemand! In diesem Zusammenhang auch auf persönliche Zukunftsperspektiven angesprochen, beklag- ten einige Schüler - angesichts der heutigen gesellschaftlichen Verhältnisse und auch der persönlichen Rahmenbedingungen - ziemlich verunsichert, daß sie sicherlich viel gelernt hätten, aber wenn ich das einmal zusammenfassend so formulieren darf, ihnenaberletztendlich oftmals keine festen Orientierungs- punkte zur Verfügung stünden, die ihnen die Chance eröffne- ten, dieeinzig wirklich relevante Frage verantwortetermensch- licher Existenz positiv zu beantworten. Nämlich: Was muß ich tun oder unterlassen, damit mein zukünftiges eigenes Leben ge- lingen kann. Ich vermochteinderdamaligenSituation -sicherlich nicht nur, weil es kurz vor dem Klingeln war -, keine befriedigende Antwort zu geben. Ich möchte natürlich auch heute nicht be- haupten, daß ich mich imstande sehe, ein Rezept zur Realisie- rung eines gelungenen Lebens anzubieten. Ich gestehe aller- dings, daß ich sehr wohl davon überzeugt bin, daß es wenige - aber klar benennbare - Punkte gibt, die die Option auf eine positive Beantwortung dieser Grundfrage menschlicher Exi- stenz erst möglich machen und die es um eines gelungenen Lebens willen zu beachten gilt. Ich gestehe weiterhin, daß ich fest davon überzeugt bin, daß jede Schule sich daran messen lassen muß, inwieweit sie fähig ist, mit der Vergabe eines qualifizierten Abschlusses auch in diesem Bereich Orientierung zu geben. Zusammengefaßt formuliert: Mich treibt dieFrage um, ob wir - die von Berufswegen mit Eurer Bildung und Ausbildung betrauten Menschen in einem von der Gesellschaft so vorgege- benen Schulsystem fähig waren, bzw. dies überhaupt leisten konnten in 9 Schuljahren, Euch nicht nur - gestattet mir dieses Bild - den sachgerechten Gebrauch von Kompaß und Karte beizubringen,sondern auch Entscheidungshilfen dahingehend bereitzustellen, daß es Landschaften gibt, diees angezeigt sein lassen, mit diesen hier erworbenen Fähigkeiten und Fertigkei- Chronik 27 Die Jahre 1994/1995 Abiturientenverabschiedung ten den mühsamen Weg dorthin zu bewältigen, es aber sehr wohl auch Gegenden gibt, die zu erreichen mit den zur Verfü- gung stehenden Mitteln zwar kein Problem darstellt, die zu besuchen, geschweige denn aber sich dort häuslich einzurich- ten, unweigerlich zum Scheitern des eigenen Lebens führen würde. Was - so glaube ich jedenfalls- jeden Menschen bewegen muß, der mit der Erziehung und Bildung von Jugendlichen betraut wurde, ist doch die Frage, wiemotivieren wir Euch, also junge Erwachsene, dazu, um einer verheißenen Glückseligkeit willen zu akzeptieren, daß es Erstrebenswerter ist, einen ver- schlungenen, steinigen Trampelpfad zu benutzen, der in Ge- genden führt, die vomaugenblicklichenStandortnoch garnicht zu überblicken sind, wenn gleichzeitig von relevanten gesell- schaftlichen Kräften die Benutzung von Autobahnen offeriert wird, die in Gegenden führen, die offensichtlich sogar von besonders exponierten Mitgliedern dieser Gesellschaft - also potentiellen Vorbildern - ungeniert als “Paradies” deklariert werden? Ich möchte diesen Punkt noch etwas intensiver be- leuchten ! Wie gehen wir damit um, daß die Gesellschaft der In- stitution Schule die Aufgabe zuweist, ihren Nachwuchs zur Übernahme individueller und gesellschaftlicher Verantwor- tung auch - und wahrlich nicht unwesentlich- nach ethischen Grundsätzen wie Wahrhaftigkeit, sittlicher Haltung etc. zu qualifizieren. - siehe Artikel 33 der Landesverfassung Rhein- land-Pfalz -, und dementsprechend berechtigterweise darauf besteht, daß gerade die Schule die Grundlage philosophischer Ethik bereitstellt, gleichzeitig aber zulassen muß, daß große Teile dieser Gesellschaft mit ihrem tatsächlich gelebten Verhal- ten die Grundsätze philosophischer Ethik ad absurdum führen und dies mitunter mit Auswirkung bis in den Bildungs- und Ausbildungsbereich hinein? Wie ist ferner zu verstehen, daßein Buch mit dem Titel “1000 ganz legale Steuertricks” reißenden Absatz findet, ein Topmanager der Deutschen Bank infolge eines betrügerischen Aktes einer Baufirma bei entstandenen Fehlbeträgen von 50 Millionen Mark, an deren Auszahlung Hunderte von Arbeitsplätzen im Handwerksbereich hängen, öffentlich in einer Pressekonferenz von “Peanuts” spricht? Immerhin Ministerpräsidenten und hochrangige andere Politi- ker, sei es in Sachsen Anhalt, sei es im Saarland oder in Bayern Chronik 28 Abiturientenverabschiedung Die Jahre 1994/1995 Erna EERREENBEENEESETNTSENESEN ohne - jedenfalls von außen - erkennbares Schuldbewußtsein Gelder einstreichen, deren juristische Berechtigung vielleicht noch rekonstruierbar ist, die aber wohl kaum als moralisch gerechtfertigt auszuweisen sind? Wir wissen, daß diese Auf- zählung beliebig fortgesetzt werden könnte. Sicher, jedem von uns ist bewußt, daß der Mensch schon immer auch sehr egoistisch war; Es muß aber junge Menschen extrem verunsichern, wenn sie wie der Soziologe Prof. Ulrich Beck es formuliert “den Tanz ums goldene Selbst” in den Lehrbüchern als Makel deklariert erkennen und im Alltagsbe- trieb der Gesellschaft, zunehmend auch in Schule und Familie, konsequent eben dies als kategorischen Imperativ erfahren. Würden diese Verhaltenszüge tatsächlich immer bestimmen- der, d.h. Ihr müßtet immer uneingeschränkter erfahren, daß ein nach sittlichen Prinzipien - also aufsittliche Intuition gegründe- tes Handeln mit dem Gelingen Eures eigenen Lebens in jedem möglichen Sinne unvereinbar ist - weil vielleicht als ein Punkt der gesellschaftliche Erfolg nicht realisiert werden könnte -, so halte ich es für ausgeschlossen, daß wir als postindustrielle Gesellschaft in der Lage sind, unsere Zukunftsprobleme zu bewältigen. Die entscheidende Frage, die sich mir heute anläßlich Eurer Entlassungsfeier stellt, besteht darin, zu erfahren, ob wir, Lehrer und Schüler gemeinsam, in diesen 9 Jahren "Kant" genug dafür getan haben oder aufgrund der objektiv vorgege- benen Bedingungen tunkonnten, im täglichen Umgang mitein- ander das durchzusetzen, was die philosophische Ethik seit gut 2000 Jahren ins Bewußtsein der Menschen zu heben sucht, das nämlich nicht der Gute, weiler gut ist, letzten Endes - sozusagen gesetzmäßig- den kürzeren zieht! Haben wir hinreichend ge- genseitig unsere persönlichen Eigenarten geachtet, haben wir uns hinreichend ernst genommen, einander zugehört ? Haben wir Lehrer von uns selbst und von den Verwaltungsbehörden hinreichende Bedingungen gefordert, damit wir die Schüler die Welt erfahren lassen konnten, wie sie ist, ohne sie der Welt zu unterwerfen, wie sie ist? Haben wir, so gut wir können, den Schülern vorgelebt, wie man mit den Schwierigkeiten, den Anfechtungen und Chancen unserer Welt und mit den eigenen immer begrenzten Gaben mit der eigenen Unzulänglichkeit zurechtkommen kann? Oder haben wir uns zu oft - wenn es Chronik 29 Die Jahre 1994/1995 Abiturientenverabschiedung vielleicht gar nicht notwendig war'- auf juristische Bestimmun- gen zurückgezogen; wir, die Lehrer, zu oft auf die Anzahl der Noten, Tests, etc. gepocht; Ihr, die Schüler, auf andere Forma- lien zurückgegriffen - wie sonntags nie - selbst, wenn alle Argu- mente dafür sprachen. Jedem von uns, Schülern und Lehrern, fällt da sicher noch eine Reihe von Begebenheiten ein, die verbesserungsbedürftig-imSinnedeseben in Auszügen zitier- ten sokratischen Eides wären. Wie verhängnisvoll bei einer solchen Zielsetzung, die sich an von Hentigs sokratischem Eid orientiert, ein Satz wie: “Spieken darfst du, aber laß dich ja nicht erwischen!” wirken kann, wenn der Schüler ihn tatsächlich ernst nimmt, kann man sich wohlleicht vorstellen. Gerade, weil Teile der Gesellschaft sich nicht in ihren Handlungen an den Prinzipien philosophischer Ethik orientieren, bereitet die Schu- le ihre Schützlinge am besten auf das Leben vor, wenn sie konsequent auf Einhaltung dieser Prinzipien besteht. Je stärker esauch den Lehrern und Mitarbeitern im gesamten schulischen Bereich gelingt, den Schülern zu verdeutlichen - im Idealfallam persönlichen Beispiel - wie untrennbar die Orientierung sämt- lichen Handelns, eben oder gerade auch das gesellschaftliche Handeln-mit der Anerkennungsittlicher Prinzipien korrespon- diert, desto wahrscheinlicher wird esauch, daß derjugendliche Mensch akzeptiert, daß für ein gelungenes individuelles Leben die Voraussetzung gilt, daß die sittliche Handlungsorientie- rung zumintegrierenden Bestandteil dieses Gelingens wird. Ob es dann in jedem individuellen Falle gelingen wird, hängt von unzähligen anderen Faktoren ab; ohne diese sittliche Hand- lungsorientierung ist die Chance des Gelingens jedoch von vornherein ausgeschlossen. Wenn es fernerhin richtig ist, daß die Vernunft das höchste Gut ist, das dem Menschen als Fähig- keit gegeben wurde, und aus ihr durch ständige Formung alle Tugenden resultieren, die ein geglücktes Leben gewährleisten, dann müssen wir zumindest in diesem Punkt der Begehrlich- keit großer Teile der Gesellschaft widerstehen und eisern die Gewährung von Lern- und Lehrbedingungen einfordern, die nicht den Effizienzbedingungen marktwirtschaftlicher Gesetz- mäßigkeit unterworfen sind. Bildung ist keine Ware, sondern ein Gut! Die Bedingungen dafür, daß es entsteht, erfordern, daß das, was in der ursprünglichen Bedeutung des Wortes "scolae" enthalten ist - nämlich Muße - hergestellt wird. Muße, das war Chronik 30 Abiturientenverabschiedung Die Jahre 1994/1995 zn EETETTEERFERNEENERDEENEREEN die Bank zum Ausruhen am Rande der Arena von Athen, nicht die einzige, aber eine wichtige Stätte der Besinnung, wie Profes- sor Winkel feststellt. Ohne diese Muße wird sittliche Hand- lungsorientierung nicht vermittelbar sein. Und auch ganz ohne Geld,d.h.einehinreichende AnzahlvonLehrern, nichtzu große Klassen etc. wird Muße nicht herstellbar sein! Kann es denn wirklich wahr sein, daß unserer reichen Gesellschaft die Institu- tionalisierung der Grundbedingung für das Gelingen indivi- duellen Lebens zu teuer ist? Was braucht denn diese Gesell- schaft notwendiger als die Möglichkeit zurBesinnung? Ichmag dies einfach nicht glauben! Denkt nicht, daß Euch dieses nichts mehr angehe, weil ihr nun dieSchule -in wenigen Minuten- hinter Euch gelassen habt! Dieses Problem wird Euch spätestens beim Studium wieder einholen, denn auch da gehtesnichtnur um Erwerb beruflicher Qualifikationen! Schiller glaubte, daß es parallel zum technisch- wissen- schaftlichen Fortschritt auch einen sittlichen geben müsse. Wollen wir überleben, sollten wir seinen Gedanken zum Durchbruch verhelfen! Euch, die Ihr nun mit vor kurzer Zeit erworbener Allgemeiner HochschulreifeinsStudium geht und innichtallzu weiter Ferne in unserer Gesellschaft Verantwortung überneh- men werdet, obliegt es nicht zuletzt, Schillers Glauben einStück weit zu realisieren. Ihr seid auch letztlich diejenigen, die die eingangs gestellte Frage, die mich veranlaßt hat, die Gelegen- heit wahrzunehmen, heute zu Euch zu sprechen, beantworten müssen! Bevor Ihr aber die avisierte Verantwortung übernehmen werdet, liegen noch wunderschöne Jahre vor Euch, die ich jedem von Herzen gönne. Sie bieten Euch unter anderem das Privileg, daß Ihr vielen Eurer Altersgenossen voraushabt: Eini- ge Jahre Eures Lebens in größerem Maße darauf verwenden zu können, als Persönlichkeit zu wachsen. Ich gratuliere Euch und Euren Eltern ganz herzlich zum Abitur und wünsche jedem von Euch-vonSandra Ackermann bis Thomas Zastrow- ‚daß Euer individuelles Leben gelingen möge! Ich hoffe, wir haben Euch hinreichend vorbereitet - und eigentlich bin ich da ganze guter Hoffnung -, denn auf Euch wartet eine ganze Menge Leben! Chronik 31 Abiturjahrgang 1995 Heidi Ackermann Mario Alt Daniel Bernd Meike von der Bey Sandra Bardtke Beatrix Bock Sandra Braun Tim Breitbarth Rene Dausner Jörg Dormann Esther Eimuth Michael Faber Goethestraße 1 Nagelgasse 26 Kratzenburgerstr: 6 St. Goarer Straße 32 A Hauptstraße 31 Binger Straße 73 a Ehrenburgerstr. 3 Asternweg 5 Hauptstraße 17 Drosselweg 2 Hauptstraße 10 Auf der Zeil 30 Melika Foroutan-Mahin Bingerstraße 66 Eva-Maria Freitag Holger Fuhrmann Oliver Gipp Thorsten Gipp Kerstin Heck Angela Heine Bernhard Heinemann Martin Karbach Tatjana Krautkrämer Arndt Kremer Ingo Kremer Christiane Krüger Jan Lehnhardt Antje Leimenstoll Barbara Leskovar Michael Löw Ljubisa Markovic Petra Mayer Frank Michel Matthias Mißling Jan Musekamp Sandra Petry Ellen Prümm Johannes Rodenwald Andrea Schenk Christian Scherer Carsten Schmidt Daniela Schneider Iris Schulz Anja Schüz Anke Tiedemann Iris Tittizer Britta Weiffen Maria-Terwiel-Straße 9 Gartenstraße 43 Brodenbacher Straße 31 Zur Peterslay 12 Falkenstraße 9 Meisenweg 8 a Kirchweg 40 Rheinstraße 60 Ringstr. 17 Rhein-Mosel-Straße 59 Enger Weg 2 Auf der Zeil 24 Tannenweg 7 Kirchstraße 6 Ehrenburgerstraße 12 Im Bungert 4 Rhein-Mosel-Straße 17 Simmerner Straße 3 Hüttenweg 9 Hohlstraße 16 Sabelstraße 22 Rhein-Mosel-Straße 55 Josefstraße 20 Schöneckerstraße 8 Parkstraße 20 Schützenstraße 5 Birkenstraße 33 Ringstraße 7 Am Kronenbusch 4 Unter den Birken 17 Lilienstraße 6 Mozartstraße 7 Im Bienengarten 30 Boppard Abiturientenverabschiedung Boppard EEE EELIRWIERIE TINTE ET Ney Pfalzfeld Halsenbach Boppard Beulich Emmelsh. Boppard Boppard Karbach Boppard Boppard Boppard Boppard Boppard Boppard Emmelsh. Emmelsh. Kratzenb. Boppard Boppard Gondersh. Morshaus. Boppard Gondersh. Emmelsh. Beulich Boppard Boppard Boppard Boppard Boppard Boppard Emmelsh. Rhens | Boppard Boppard Boppard Boppard Ney Boppard Boppard Emmelsh. Boppard Boppard Chronik 33 Die Jahre 1994/1995 Abiturientenverabschiedung => Rede an den Abiturjahrgang 1995 Dr. Thomas Schmitt-Steinforth Liebe Abiturientinnen und Abiturienten, liebe Eltern, lie- be Kolleginnen und Kollegen, meine sehr verehrten Damen und Herren! | In einem von mir als Kind heißgeliebten Buch, der Häs- chenschule, hat mich besonders die Geschichte vom Hasenmax, dem Bösewicht, immer wieder’beeindruckt. Ich möchte daher zunächst noch einmal diesen, vielen von Ihnen vermutlich bekannten, Vers rezitieren : Hasenmax, der Bösewicht, konnte heut sein Verschen nicht, hat gepfiffen und geschwätzt, Hasenlieschens Rock zerfetzt, eine neue Bank zerkracht, und dabei noch laut gelacht. In den Karzer muß er nun, ei da kann er Buße tun. Lassen Sie uns, meine sehr verehrten Damen und Herren, das Schicksal von Hasenmax einer kritischen Analyse unterzie- hen, möglicherweise eröffnen sich uns dabei wichtige Erkennt- nisse für eine reformierte Pädagogik. Er konnte also sein Verschen nicht, der Max, er hat die geforderte Leistung nicht erbracht. Warum ? War es Leistungs- verweigerung, schlichtes Vergessen des ihm Aufgetragenen, oder reichten die intellektuellen Fähigkeiten von Max nicht aus, um eine solche, vergleichsweise einfache, Aufgabe zu bewälti- gen? Zur Klärung dieser Frage ist es hilfreich, das soziale Umfeld von Hasenmax zu beleuchten. Welche familiäre Situa- tion finden wir vor? Aus dem Biologieunterricht wissen Sie, liebe Abiturienten, daß Hasen im Gegensatz zu ihren nahen Verwandten, den Kaninchen, Einzelgänger sind. Die Männ- chen - wohlnichtohne Grund auch Rammler genannt-kommen gar nur zur Paarungszeit zu den Weibchen. Wenn wir einmal den moralischen Aspekt des Letztgenannten außer Acht lassen, Chronik 34 Abiturientenverabschiedung Die Jahre 1994/1995 EINTRETEN so istin jedem Fall davon auszugehen, daß Max in einer kinder- reichen Familie aufwächst mit der Mutter als Alleinerzieherin. Es dürfte unstrittig sein, daß derart schwierige häusliche Verhält- nisse eine ungute Lernsituation schaffen. Hasenmax gehört als schulpflichtiges Kind zu denälteren Geschwistern, er muß also zum einen bei der Erziehung seiner zahlreichen jüngeren Ge- schwister mithelfen, zum anderen ist sein Beitrag zur Ernäh- rung der Familie unerläßlich. Wo bleibt da noch Zeit zum Erlernen von Verschen? Istnicht ohnehin das Auswendiglernen von Gedichten kein zentraler Bestandteil mehr einesmodernen, zeitgemäßen Deutschunterrichts, in dem mehr Wert auf Texta- nalyse und kreativen Umgang mit Lyrik gelegt wird als auf reproduktive Fähigkeiten? Kommen wir zum zweiten Vorwurf : Hasenmax hat gepfiffen und geschwätzt. Ein nicht zu tolerierendes Fehlver- halten, wird ein jeder Lehrer sagen. Doch auch hier müssen wir zunächst nach den Ursachen forschen. Welche Charaktereigen- schaften und Fertigkeiten lernt Maxin seinem sozialen Umfeld, oder biologisch formuliert, was wirkt als positiver Reizverstär- ker, was verschafft ihm einen Selektionsvorteil bzw. erhöht seine Fitnef? Unter diesem Gesichtspunkt betrachtet, ist das Verhalten von Max verständlich, muß er sich doch innerhalb seiner großen, vaterlosen Familie durchsetzen, ja teilweise sogar die Vaterrolle übernehmen. Ich möchte in diesem Zusammenhang Alexander Mit- scherlich zitieren, der in seinem 1970 erschienenen Buch “Ver- such, die Welt besser zu bestehen” schreibt : “Da das Überleben der Menschheit - ich wandle ab: der Hasen- heit - nicht von der Weitergabe einmal als zweckmäßig erkann- ter Verhaltensweisen gegen Überraschungen aus der feindli- chen Umwelt abhängt, sondern im Gegenteil, die permanent in überraschender Wandlung befindliche Umwelt nurnochdurch ein hohes kritisches Vermögen bewältigt und eine Katastrophe abgewendet werden kann, kommt es darauf an, unsere Ich- Kräfte zu verbessern.” Statt also Pfeifen und Schwätzen zu bestrafen, sollte der Lehrer der Häschenschule, von de.n es an anderer Stellein dem Büchlein heißt, daß er alt ist und einen grauen Bart trägt, solche für das Meistern der Zukunft hilfreichen Fähigkeiten fördern. Man muß dem ergrauten Lehrer vielleicht zugute halten, daß er Chronik 35 Die Jahre 1994/1995 Abiturientenverabschiedung ee el el Nenn Se ar er ein typischer Vertreter eines, heute leider häufiger anzutreffen- den, vergreisten Kollegiums ist, durchaus geleitet von löblichen pädagogischen Absichten, aber ausgebildet vor langer langer Zeit, nicht mehr passend für die gewandelte Gesellschaft. Er ist, biologisch ausgedrückt, nicht mehr optimal angepaßt und auf- grund mangelnder Fitneß bald aus seiner Nische verdrängt. Das dritte Vergehen des Hasenmax, das Zerfetzen von Hasenlieschens Rock offenbart einmal mehr die mangelnde pädagogische Kompetenz des greisen Hasenlehrers. Was mag er sich nur dabei gedacht haben, Max, das sozial benachteiligte Kind, ausgerechnet neben Hasenlieschen zu setzen. Hasenlies- chen, verwöhntes Einzelkind aus reichem Elternhaus, fett, feist, vollgefressen, jeden Tag ein neuer Rock, ein Kind, das vermut- lich nicht einmal seinen Ranzen tragen muß. Welch unerhörte Provokation: Unmittelbarer, unausweic